Stand: 16.07.2021 18:58 Uhr

VW muss mutmaßlichem Rechtsextremisten Abfindung zahlen

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand im Gegenlicht. © picture-alliance Foto: Arne Dedert
VW muss einem ehemaligen Mitarbeiter erneut eine Abfindung zahlen. Laut Arbeitsgericht wurde er zu Unrecht entlassen. (Themenbild)

Der Volkswagen-Konzern hat sich zum zweiten Mal von einem mutmaßlich rechtsextremen Mitarbeiter getrennt - und muss ihm zum zweiten eine Abfindung zahlen. Der Autobauer hatte dem im Werk Salzgitter Beschäftigten gekündigt, nachdem er 2017 während eines Mallorca-Urlaubs in einer Bar aufgefallen war und davon ein Video ins Internet gestellt wurde. Darauf sind unter anderem mit Hakenkreuzen tätowierte Männer in einer Bar zu sehen, die "Ausländer raus" rufen und eine Reichskriegsflagge entrollen. Der VW-Mitarbeiter klagte am Arbeitsgericht Braunschweig dagegen - und bekam recht. Als er anschließend bei einer VW-Tochter eine neue Stelle fand, kündigte ihm das Unternehmen erneut. Er klagte und gewann erneut. Sein Anwalt hatte argumentiert, dass der Mann nicht Mitglied einer Neonazi-Organisation sei, sich bei der Arbeit nichts habe zuschulden kommen lassen und dass sein Freizeitverhalten nicht relevant für seine Arbeit sei. Für VW sei der Fall "ärgerlich", aber auch nicht zu vermeiden gewesen, heißt es in einem Schreiben an den NDR. Über die Höhe der Abfindung wurde Stillschweigen vereinbart.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 16.07.2021 | 15:00 Uhr

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