Martin Winterkorn, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, blickt in die Ferne. © picture alliance/dpa Foto:  Bernd von Jutrczenka

VW fordert eine Milliarde Euro Schadenersatz von Winterkorn

Stand: 23.04.2021 17:39 Uhr

Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" verlangt Volkswagen mehr als eine Milliarde Euro vom einstigen Chef Martin Winterkorn.

Winterkorn war wegen der Affäre um manipulierte Diesel-Fahrzeuge mit überhöhtem Schadstoffausstoß im September 2015 zurückgetreten. Der Aufsichtsrat von Volkswagen verlangt auch von vier weiteren früheren Managern Schadenersatz - darunter Ex-Audi-Chef Rupert Stadler. Die Anwälte von Winterkorn und Stadler wollten sich bislang nicht äußern. Auch von VW hieß es: "Kein Kommentar."

Forderungen vor allem gegen Versicherungen

Die Forderungen des Unternehmens richten sich vor allem an die Versicherer, mit denen Volkswagen eine sogenannte Manager-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Die Police soll sich auf etwa 500 Millionen Euro - vielleicht sogar mehr - belaufen. Sie greift im Falle sogenannter fahrlässiger Pflichtverletzungen. Eben das wirft Volkswagen Winterkorn vor.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.04.2021 | 17:00 Uhr

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