Stand: 29.01.2019 21:34 Uhr

VW: Verurteilter US-Manager klagt gegen Kündigung

Der Ex-VW-Manager Oliver Schmidt wehrt sich juristisch gegen die fristlose Kündigung von VW.

Der in den USA zu sieben Jahren Haft verurteilte Ex-VW-Manager Oliver Schmidt klagt nun doch vor dem Braunschweiger Arbeitsgericht gegen seine fristlose Kündigung. Die hatte der Wolfsburger Autokonzern nach der Verurteilung ausgesprochen. Der Manager aus Stadthagen (Landkreis Schaumburg) klagt nach Angaben des Arbeitsgerichts Braunschweig zum einen gegen seine Entlassung und zum anderen verlange er rund 115.00 Euro Bonuszahlungen sowie 333.000 Euro Schmerzensgeld wegen einer Geldstrafe, die er in den USA zahlen musste. Das Verfahren ist für den 11. Februar angesetzt.

VW fordert mehr als eine Million Euro von Schmidt

Auch VW fordert Geld von seinem Ex-Manager, der in den USA von Februar 2012 bis März 2015 in leitender Funktion mit Umweltfragen betraut war. Mehr als eine Millionen Euro Schadenersatz verlangt der Konzern für Schmidts strafrechtliche Unterstützung in den USA zurück. Laut Mitteilung des Arbeitsgerichts hatte VW dafür etwa 3,9 Millionen Euro bezahlt.

Videos
00:40
NDR Fernsehen

Ex-Manager geht juristisch gegen Kündigung vor

09.01.2018 19:30 Uhr
NDR Fernsehen

Der frühere VW-Manager Oliver Schmidt klagt gegen seine fristlose Kündigung. VW hatte ihn entlassen, nachdem er in den USA verurteilt worden war - wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal. Video (00:40 min)

Schmidt musste 400.000 US Dollar Strafe zahlen

Ein US-Gericht in Detroit hatte Schmidt Anfang Dezember 2017 wegen seiner Rolle im VW-Abgas-Skandal zu der siebenjährigen Haftstrafe und zur Zahlung einer Geldstrafe von 400.000 US-Dollar verurteilt. Das Bundesgericht sprach ihn wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze schuldig. Schmidt hatte sich im Laufe des Prozesses schuldig bekannt und dadurch womöglich eine noch höhere Haftstrafe verhindert. Dass Schmidt persönlich vor dem Arbeitsgericht Braunschweig erscheint, ist wegen seiner Haft in den USA unwahrscheinlich.

Schon 2018 war ein Gütetermin anberaumt

Bereits im Januar 2018 hatte Schmidt angekündigt, sich juristisch gegen seinen Rauswurf wehren zu wollen. Kurz vor dem für Mitte Februar 2018 angesetzten Gütetermin hatten dann aber beide Parteien ihre Absicht erklärt, sich außergerichtlich einigen zu wollen. Daraus ist offenbar nichts geworden.

Weitere Informationen

VW fordert Schadenersatz von ehemaligem Manager

VW verklagt offenbar einen ehemaligen Mitarbeiter: Der wegen des Dieselskandals bereits zu sieben Jahren Haft verurteilte Manager soll eine Million Euro Anwaltskosten zurückerstatten. (11.01.2019) mehr

VW feuert verurteilten US-Manager

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung hat VW den in den USA verurteilten Manager Oliver Schmidt entlassen. Der 48-Jährige würde dadurch auch seine Betriebsrente verlieren. (21.12.2017) mehr

Sieben Jahre Haft für VW-Manager in USA

Der VW-Manager Oliver Schmidt ist zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt worden. Das US-Gericht sprach ihn mitschuldig an der Manipulation von Diesel-Motoren. (06.12.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 30.01.2019 | 06:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

02:36
Hallo Niedersachsen

Terror in Neuseeland: Solidarität mit Muslimen

22.03.2019 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
03:50
Hallo Niedersachsen

Rassismus beim Länderspiel in Wolfsburg?

22.03.2019 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
02:32
Hallo Niedersachsen

T-Shirt-Wetter: Sommer im März

22.03.2019 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen