Blick auf das VW-Verwaltungsgebäude in Wolfsburg. © picture alliance Foto: Sina Schuldt

VW: Pläne für eigene Corona-Impfzentren werden konkreter

Stand: 10.02.2021 17:24 Uhr

Bei Volkswagen werden die Planungen zum Aufbau eigener Corona-Impfzentren konkreter. Das teilte der Wolfsburger Autobauer am Mittwoch mit.

Das Unternehmen hat einige Abläufe in den bestehenden Virustest-Einrichtungen auf digitale Prozesse umgestellt, damit entsprechende Kapazitäten im Fall einer Beteiligung an der Impfkampagne verfügbar sind. "Einer der Hintergründe ist, dass wir mit Blick auf die Möglichkeit, dass wir Teil der deutschen Impfstrategie werden könnten, schon jetzt personelle Ressourcen schaffen möchten", erklärte Lars Nachbar, Chef des betrieblichen Gesundheitswesens im VW-Konzern.

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An anderen VW-Standorten sind auch Zentren möglich

Im Dezember hatte seine für das Stammwerk Wolfsburg zuständige Kollegin Katharina Bruderek über den Zwischenstand der Vorbereitungen berichtet. Demnach könnten auch auf weiteren Volkswagen-Standorten Impfzentren entstehen. Allerdings müsse man zunächst genauere Vorgaben des Bundes abwarten, hieß es damals. Abstimmungen mit den Gesundheitsbehörden waren bereits angestoßen worden. Volkswagen hat seit dem Sommer etwa 25.000 Corona-Tests in der Belegschaft durchgeführt. Anmeldedaten lassen sich nun über das Netz oder eine App eingeben, auch die Abfrage des Ergebnisses kann digital ablaufen.

Gewerkschaft: Benötigen eine Langzeitstrategie"

In verschiedenen Branchen werden Wege zu einer möglichst raschen Impfung diskutiert. "Wir benötigen eine Langzeitstrategie, um den Impfschutz der Bevölkerung voranzubringen", forderte Ralf Becker, Chef des Bezirks Nord bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). "So wäre es beispielsweise sinnvoll, wenn die Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Impfschutz durch die Betriebsärzte anbieten können."

"Impfung ist kein sofortiger Freifahrtschein"

Der Arbeitgeberverband Chemie-Nord rief die Beschäftigten auf, sich sofort impfen zu lassen, sobald genug Dosen zur Verfügung stehen. "Natürlich ist die Impfung dann kein sofortiger Freifahrtschein", sagte Hauptgeschäftsführer Jochen Wilkens. "Sie ist aber ein äußerst wichtiger Schritt in eine sorgenfreiere Zeit ohne Corona."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 10.02.2021 | 17:00 Uhr

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