Stand: 05.12.2018 21:34 Uhr

VW: Letzter Verbrennungsmotor kommt 2040

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Grünes Licht für E-Autos: Volkswagen möchte 2040 das letzte Auto mit Verbrennungsmotor vom Band laufen lassen. (Themenbild)

Der VW-Konzern macht mit dem Übergang zur Elektromobilität den größten Wandel seiner Geschichte durch. Volkswagen-Chefstratege Michael Jost hat im "Handelsblatt" angekündigt, dass im Jahr 2026 der "letzte Produktstart auf einer Verbrennerplattform" beginnen werde. Die Autobauer haben demnach sehr konkrete Pläne, wie sie die Umwälzungsprozesse in der Branche angehen wollen. Mitte November kündigten die Konzernchefs an, 44 Milliarden Euro in Elektromobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung zu investieren. Nach Aussagen des Produktstrategen Jost soll der letzte Wagen mit Verbrennungsmotor 2040 vom Band rollen. "Das erste Stoppschild ist dann gesetzt", sagte Jost dem "Handelsblatt". In Emden sollen schon ab 2025 ausschließlich E-Autos produziert werden.

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Volkswagen will in den kommenden fünf Jahren insgesamt 44 Milliarden Euro investieren. Davon sollen rund 33 Millarden Euro in die Entwicklung von E-Autos fließen. Video (03:23 min)

VW: Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen

Ziel sei, die Vereinbarungen des 2015 geschlossenen Pariser Klimaabkommens für 2050 zu erfüllen. Diese sehen eine klimaneutrale Gesellschaft vor. Die Kohlenstoffdioxid-Emission soll stark vermindert werden. Daher verfolge VW den Ansatz, bis 2050 alle Autos mit Verbrennungsmotor von der Straße zu bekommen. "Wir bekennen uns zum Abkommen", sagte Jost.

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Die IAB-Studie "Elektromobilität 2035"

Hier finden Sie den Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zu "Elektromobilität 2035" als PDF-Datei zum Download. Download (1 MB)

Prognose: Bis 2035 droht jede achte Stelle in der Branche wegzufallen

Der Umstieg der gesamten Branche von Verbrennungsmotor auf Elektromobilität wird für den Arbeitsmarkt in Deutschland nicht ohne Spuren bleiben. Bis 2035 fallen bundesweit vermutlich rund 114.000 Jobs weg, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Forschungsbericht "Elektromobilität 2035" prognostiziert. Das wäre etwa jede achte Stelle in der Branche. Rund 83.000 Jobs dürften der Studie zufolge im Fahrzeugbau eingespart werden, weitere 30.000 in Randbereichen der Produktion. Dem stehen etwa 16.000 neue Stellen gegenüber, etwa im Bauwesen, bei Stromversorgern oder in Dienstleistungsbereichen. Um dem Wegfall der Jobs die Wucht zu nehmen, steuert die Bundesregierung bereits jetzt gegen und versucht, die Batteriezellenproduktion nach Deutschland zu holen. Die niedersächsische Landesregierung unterstützt diesen Ansatz.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 05.12.2018 | 06:30 Uhr

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