Stand: 06.12.2018 13:22 Uhr

VW: Stellen streichen, rasch profitabler werden

Weniger Ausgaben, bessere Produktivität, höhere Rendite - und das alles trotz Diesel-Skandals und Umstellung auf Elektro-Antrieb schneller als bislang geplant. Mit diesen Zielen blickt VW beim Jahresabschlussgespräch am Donnerstag in Wolfsburg in die Zukunft. "Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel einer operativen Rendite von mindestens sechs Prozent bereits im Jahr 2022 erreichen, drei Jahre früher als geplant", sagte Marken-Finanzvorstand Arno Antlitz. Um das zu schaffen, sollen weitere drei Milliarden Euro eingespart werden.

Versammlung von Volkswagen. Auf der Bühne steht ein Pkw neben einem Redner.

Sparkurs bei Volkswagen

Volkswagen will bei seiner Kernmarke bis 2022 weitere drei Milliarden Euro einsparen. Damit sollen die Kosten stärker sinken als bisher geplant. Personalabbau sei nicht ausgeschlossen.

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Stellen in der Verwaltung fallen weg

Erreicht werden soll dies etwa durch eine Steigerung der Produktivität in den Werken um durchschnittlich 30 Prozent. Außerdem will der Autobauer im kommenden Modelljahr jene Motorgetriebe-Varianten streichen, die bei den Kunden weniger beliebt sind. Das betreffe ein Viertel aller Varianten, teilte VW mit. Auch soll es künftig weniger Auswahl etwa bei Lenkrädern, Felgen und Außenspiegeln geben. Nicht zuletzt sollen in der Verwaltung weitere Stellen gestrichen werden - "sozialverträglich", wie VW mitteilt, also über Altersteilzeit.

"Müssen effizienter und agiler werden"

Volkswagen hatte sich bereits 2016 mit dem Zukunftspakt vorgenommen, die Kosten bis 2020 um drei Milliarden Euro zu senken - unter anderem durch den Wegfall von 30.000 Stellen, davon 23.000 in Deutschland. Bis Ende dieses Jahres sollen gut 2,2 Milliarden Euro realisiert sein. "Wir müssen unser Transformationstempo erhöhen: effizienter und agiler werden", sagte Vorstandsmitglied Ralf Brandstätter am Donnerstag in Wolfsburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.12.2018 | 12:00 Uhr

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