Stand: 22.02.2019 20:27 Uhr

VW-Chef Diess sieht "ordentliche" Bilanz für 2018

VW-Konzernchef Herbert Diess erwartet im Jahr 2019 stärkeren Gegenwind in den wichtigen Märkten.

Trotz der Folgen des Dieselskandals und Problemen mit dem neuen Abgastest WLTP hat VW im Jahr 2018 den Gewinn erneut steigern können: 13,9 Milliarden Euro hat der Konzern im vergangenen Jahr verdient - das sind rund 100 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Milliarden Euro auf 235,8 Milliarden Euro zu. Man habe sich "ordentlich geschlagen", sagte Konzernchef Herbert Diess nach einer Aufsichtsratssitzung am Freitag.

VW-Produktionshalle.

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3,2 Milliarden Euro für Abgasskandal

Allein für die Folgen des Abgasskandals hat VW im vergangenen Jahr Sonderkosten von 3,2 Milliarden Euro veranschlagt. Für weitere Probleme hat der Abgastest WLTP gesorgt. VW und die Tochtermarken Audi und Porsche konnten viele Modellvarianten mitunter über Monate nicht anbieten. Auch in China lief es zuletzt längst nicht mehr so gut wie noch vor einigen Jahren: Dort hat der Konzern mit 4,6 Milliarden Euro etwas weniger verdient als im Vorjahr.

VW will Umsatz weiter steigern

Für das Jahr 2019 rechnet Konzernchef Diess weiter mit Schwierigkeiten. "Der Gegenwind in wichtigen Märkten dürfte 2019 nochmals stärker werden", warnte er. Gleichwohl gibt sich der Vorstand vorsichtig optimistisch: Für das laufende Geschäftsjahr hat Volkswagen sich vorgenommen, die Zahl von 10,8 Millionen ausgelieferter Autos und Lkw noch mal zu steigern. Auch Umsatz und Gewinn sollen wachsen.

Ins Jahr 2019 war Volkswagen mit einem Dämpfer gestartet: Wegen geringerer Verkäufe in China und den USA lieferte der Konzern im Januar 1,8 Prozent weniger Fahrzeuge aus als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Hallo Niedersachsen | 22.02.2019 | 19:30 Uhr