Stand: 14.02.2020 12:38 Uhr

VW-Chef Diess: "Energiewende paradox"

Mit "Energiewende paradox" beginnt Volkswagen-Chef Herbert Diess seinen Beitrag auf der Karriereplattform Linkedin. Es folgt eine in Teilen resignierte Bestandsaufnahme zum Thema Energiewende in Deutschland. Unter anderem beschreibt Diess darin den Kohleausstieg bis 2038 als "mutlos".

Diess: Angebote für Kohleblöcke abgelehnt

Kohle steht im Mittelpunkt seines Posts. Es sei paradox, wenn Volkswagen seine beiden Kohlekraftwerke durch Gas-Turbinen ersetze und gleichzeitig am Rande des Ruhrgebiets für 1,5 Milliarden Euro ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen solle. Der Konzernchef erläutert, dass er bereits Angebote von Interessenten abgelehnt habe, die Blöcke der VW-Kohlekraftwerke in Wolfsburg hätten kaufen und an anderer Stelle wieder aufbauen wollen. Deutschland müsse beim Kohleausstieg vorangehen, schreibt der VW-Chef. "Und ohne saubere Energie auch keine saubere Mobilität. Denn Elektroautos sind nur so sauber wie der Strom, den sie laden."

Verständnis für Fridays-for-Future-Bewegung

Derzeit seien weltweit mehr als 1.000 neue Kohlekraftwerke in Bau oder Planung. "Wenn sie alle ans Netz gehen, verpassen wir nicht nur das Pariser Klimaziel von 1,5 Grad. Wir überschreiten sogar die 2-Grad-Marke bei weitem", so Diess. Seinen Beitrag beendet er mit einer Referenz auf die Fridays-for-Future-Bewegung. Er könne jeden Jugendlichen verstehen, der freitags auf die Straße geht.

Umbauprozess nach Dieselskandal

Volkswagen befindet sich derzeit in einem Umbauprozess und investiert viele Milliarden Euro in eine Mobilität mit weniger CO2-Ausstoß. Selbst ernanntes Ziel: Klimaneutralität bis 2050. Eine Konsequenz aus dem Dieselskandal.

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Aktuell | 14.02.2020 | 18:00 Uhr

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