Stand: 21.02.2018 14:53 Uhr

VW-Beschäftigte bekommen 4,3 Prozent mehr Lohn

In der Nacht kam der Durchbruch: In den Verhandlungen über einen neuen Haustarif-Vertrag bei Volkswagen haben der Autobauer und die Gewerkschaft IG Metall eine Einigung erzielt. Die 120.000 Beschäftigten erhalten ab Mai 4,3 Prozent mehr Lohn. Für die Monate Februar bis April bekommen sie eine Einmalzahlung von 100 Euro. Außerdem einigten sich Konzern und Gewerkschaft auf ein jährliches Zusatzgeld von 27,5 Prozent eines Monatsgehalts. Diese Regelung gilt ab August kommenden Jahres. Beschäftigte mit Kindern im Alter von bis zu zehn Jahren oder mit pflegebedürftigen Angehörigen können stattdessen auch sechs freie Tage wählen.

IG Metall: "Gutes Ergebnis für unsere Mitarbeiter"

Auch die Beiträge für die betriebliche Altersvorsorge steigen. Ab Juli 2019 werden nicht mehr 27, sondern 90 Euro monatlich eingezahlt. Ab Januar 2020 erhöht sich die Summe auf 98 Euro. Zudem wurde die Anzahl der Auszubildenden auf 1.400 festgeschrieben. "Wir freuen uns, dass wir ein weitreichendes Tarifergebnis erreichen konnten", sagte IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger. VW-Verhandlungsführer und Marken-Personalchef Martin Rosik sagte: "Es ist ein gutes Ergebnis für unsere Mitarbeiter." Für das Unternehmen sei der Abschluss vertretbar. Der Vertrag gilt bis Ende April 2020.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 20.02.2018 | 08:30 Uhr

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