Stand: 23.04.2019 13:34 Uhr

VW-Affäre: Ermittlungen wegen Untreue-Verdachts

In der VW-Diesel-Affäre hat die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ein weiteres Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es besteht der Verdacht der Untreue. Ermittelt werde gegen Unbekannt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Der Beschuldigte soll bewilligt haben, dass ein VW-Manager fast eine Million Euro Boni bekommen hat, obwohl dieser im Rahmen des Diesel-Skandals längst freigestellt war. Die Ermittler hätten aber erst begonnen, diesen Verdacht zu prüfen, so die Sprecherin.

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Dieselbetrug: Anklage gegen Ex-VW-Chef

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Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im Verfahren um den "VW-Diesel-Skandal" fünf Beschuldigte angeklagt. Darunter Ex-VW-Chef Winterkorn. Es geht unter anderem um schweren Betrug. Video (03:30 min)

Illegale Bonuszahlungen für VW-Manager?

Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" soll VW dem Manager zwischen 2016 und 2018 Boni in Höhe von 866.000 Euro gezahlt haben. Die Justiz habe bei ihren Ermittlungen im Januar entsprechende Vergütungsunterlagen beschlagnahmt. Ein VW-Sprecher bestätigte, dass der Konzern Kenntnis von dem Ermittlungsverfahren habe. Zu den Details wollte er sich aber nicht äußern. Dem Bericht zufolge soll es sich bei dem Manager, der die Boni erhalten hatte, um eine der fünf Personen handeln, gegen die die Staatsanwaltschaft vergangene Woche Anklage erhoben hat. Zu diesem Kreis zählt auch Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn. Die Staatsanwaltschaft wollte sich nicht dazu äußern, um wen es sich handelt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.04.2019 | 12:00 Uhr

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