Stand: 21.08.2020 15:02 Uhr

VW-Abhör-Affäre: Toter aus Auto identifiziert

Am Wegrand ist der Fundort der einer verkohlte Leiche mit Flatterband abgesperrt. © aktuell24
Am 10. August wurde die verkohlte Leiche in dem brennenden Auto entdeckt. (Archivbild)

Knapp anderthalb Wochen nach dem Fund einer Leiche in einem brennenden Auto in Rottorf (Landkreis Helmstedt) ist die Identität des Mannes geklärt. Es handele sich um den Halter des Fahrzeugs, sagte Staatsanwältin Julia Meyer NDR 1 Niedersachsen. Das habe eine DNA-Analyse ergeben. Vieles spreche für einen Suizid. Es werde aber noch weiter ermittelt, sagte Meyer. Zudem bestätigte sie, dass es sich um dieselbe Person handelt, deren Haus im Mai offenbar in Brand gesetzt wurde.

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Staatsanwaltschaft ermittelt weiter in Abhör-Affäre

Der Verstorbene ist nach NDR Informationen ein 37-Jähriger aus Grasleben im Landkreis Helmstedt. Vieles spricht dafür, dass es sich bei dem Mann um den entlassenen VW-Mitarbeiter handelt, der als "Maulwurf" interne Gespräche über den Volkswagen-Zulieferer Prevent mitgeschnitten haben soll. Die Ermittler bestätigen dies allerdings nicht. Es gebe zwar Anhaltspunkte, dass der Hausbrand, der mutmaßliche Suizid und die VW-Affäre zusammenhängen. Ermittelt werde in der Abhör-Affäre aber weiter gegen Unbekannt, sagte Staatsanwältin Meyer.

VW spricht von tragischem Vorfall

Während die Polizei bei dem Hausbrand von Brandstiftung ausgeht, gebe es bei dem Autobrand keine Anzeichen für ein Fremdverschulden, so die Staatsanwaltschaft. Vieles spreche für einen Suizid. Es werde aber noch weiter ermittelt. VW zeigte sich nach der Feststellung der Identität des Toten bestürzt von der Entwicklung und sprach von einem tragischen Vorfall. Spekulationen seien aber unangebracht. Volkswagen werde zur Aufklärung der Hintergründe beitragen, teilte das Unternehmen mit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 21.08.2020 | 17:00 Uhr

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