Stand: 04.12.2017 15:30 Uhr

Uni Göttingen stellt Sammlungs-Schätze online

Sie wollten schon immer mal einen ausgewachsenen Wachtelkönig aus der Nähe sehen? Oder eine auf Öl gemalte Elblandschaft? Oder vielleicht herausfinden, wozu zentralasiatische Nomadenvölker eigentlich ein Schamanen-Gewand brauchten? Und dafür am besten keinen Fuß vor die Tür setzen? Möglich ist das im virtuellen Museum der Universität Göttingen. Etwa 25.000 Objekte aus den rund 25 Sammlungen der Universität, von denen viele bisher nie die Öffentlichkeit erblickt haben, sind dort als Bilder zu sehen.

Online im Weltwissen der Uni Göttingen stöbern

Von Astrophysik bis Zoologie

Darunter sind Präparate aus Zoologie und Anthroplogie, Artefakte der Archäologie und Ethnologie, antike Münzen, astrophysische Gerätschaften und Gemälde. Selbst präparierte Tierkörper, alte Computer oder historische Schädel sind darunter. Neben hochauflösenden Fotografien können auch Hintergrundinformationen zu den Objekten abgerufen werden. Mit dem Portal ist die Universität Göttingen eine der deutschlandweit ersten Hochschulen, die ihre Sammlungen digital frei zugänglich macht. Durch den Zugang "teilen wir die wissenschaftlichen Primärquellen und digital vorliegenden Informationen über die materiellen Dinge aus Kultur und Natur, Medizin und Technik mit der ganzen Welt", sagt Karsten Heck, von der Zentralen Kustodie der Universität Göttingen.

Informationen und Bilder kostenlos nutzbar

Das vornehmliche Ziel ist, dass die Objekte der Sammlungsdatenbank immer wieder neu in Forschung und Bildung eingesetzt werden, damit neues Wissen entstehen und weitergeben werden kann. Aber nicht nur Wissenschaftler, sondern ein breites Publikum soll laut der Universität von dem digitalen Museum profitieren. Dazu werden die Informationen zu den Sammlungsstücken zur freien Verwendung veröffentlicht und auch die Bilder sind über sogenannte Creative-Commons-Lizenzen, also unter bestimmten Auflagen, nutzbar. Zusätzlich können die Daten auch in der Deutschen Digitalen Bibliothek und der virtuellen Bibliothek Europeana abgerufen werden. Das Sammlungsportal und die Datenbank sollen außerdem fortlaufend weiter entwickelt werden.

Sammlungen mit internationaler Bedeutung

Nach Angaben der Universität haben die Sammlungen internationale Bedeutung und gehen auf die Anfänge der Universitäts-Geschichte im 18. Jahrhundert zurück. Allein die Kunstsammlung umfasst 280 Gemälde, 2.500 Zeichnungen, 14.000 Blatt Druckgrafik und 30 Skulpturen. Das Archäologische Institut der Hochschule verfügt mit der Gipsabdruck-Sammlung über die älteste universitäre Sammlung dieser Art weltweit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 04.12.2017 | 17:00 Uhr

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