Auf einem Glasfenster in Göttingen steht die Aufschrift Amtsgericht, Arbeitsgericht Zentralgericht. © NDR Foto: Julius Matuschik

Tödliche Gasexplosion: Geldstrafe für zwei Angeklagte

Stand: 19.07.2021 19:24 Uhr

Im Prozess um eine tödliche Gasexplosion in Göttingen hat das Amtsgericht zwei Männer zu Geldstrafen verurteilt. Zwei weitere Angeklagte wurden freigesprochen.

Der Geschäftsführer einer Elektroanlagen-Firma muss 6.000 Euro zahlen, einer seiner Mitarbeiter 2.500 Euro. Die Verurteilten sollen bei Bauarbeiten im Jahr 2012 im Gebäude eines Blutspendedienstes ein Rohr nicht richtig abgedichtet haben.

Ärztin stirbt bei Explosion

Nach dem Bruch einer Gasleitung kam es im Februar 2015 zu einer Explosion, bei der eine 55-jährige Ärztin starb und ein 30-jähriger Mann schwer verletzt wurde. Der Geschäftsführer wurde verurteilt, weil das Gericht ein Organisationsverschulden sah, der Handwerker soll für das Rohr zuständig gewesen sein. Gegen das Urteil können noch Rechtsmittel eingelegt werden. Den beiden anderen Angeklagten konnten laut Gericht keine Pflichtverstöße nachgewiesen werden.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 20.07.2021 | 06:30 Uhr

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