Schilder mit der Aufschrift Landgericht, Oberlandesgericht und Generalstaatsanwaltschaft hängen an einem Gebäude. © NDR Foto: Julius Matuschik

Tod durch Kabelbinder: Ehemann bestreitet die Tat

Stand: 04.06.2021 13:17 Uhr

Zum Prozessauftakt um den Mord an seiner Ehefrau hat der Angeklagter die Tat bestritten. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft ihm vor, seine Frau mit einem Kabelbinder erdrosselt zu haben.

Auf einem Schild steht Landgericht und Oberlandesgericht. © NDR Foto: Peter Jagla
Vor dem Landgericht Braunschweig muss sich ein 57-Jähriger wegen Mordes verantworten. (Themenbild)

"Ich habe meine Frau nicht getötet", las die Verteidigerin am Freitag vor dem Landgericht Braunschweig aus der Erklärung ihres Mandanten vor. Laut Anklage hat der 57-Jährige seine Partnerin am 13. Dezember 2020 im gemeinsamen Haus in Seesen (Landkreis Goslar) auf einer Massageliege stranguliert. Zuvor soll es einen Streit gegeben haben. Daraufhin habe der Mann seiner Frau einen Kabelbinder um den Hals gelegt und diesen zugezogen. Als Ursache nennt die Anklage, dass der Mann die Lebensfreude seiner Frau nur schwer ertragen und versucht habe, eine neue Partnerin zu finden.

Angeklagter bestreitet die Vorwürfe

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft hatte das Opfer keine Chance und starb an Sauerstoffmangel. In der Erklärung des Angeklagten hieß es am Freitag weiter, dass sich die Frau den Kabelbinder selbst um den Hals gelegt und zugezogen haben. Für den Prozess hat das Gericht sieben Tage angesetzt, ein Urteil könnte Ende Juli fallen.

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Der Braunschweiger Dom von oben. © NDR Foto: Julius Matuschik
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 04.06.2021 | 15:00 Uhr

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