Das Logo der IG Metall (weißes "IGM" auf roten Grund im Dreieck). © dpa-Bildfunk Foto: Daniel Karmann

Tarifgespräche: IG Metall droht mit neuen Warnstreiks bei VW

Stand: 01.04.2021 11:20 Uhr

Die IG Metall sieht Volkswagen in den Haustarifgesprächen nach dem Pilotabschluss der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen unter Zugzwang und kündigt weitere Warnstreiks an.

Das Ergebnis sei nicht eins zu eins zu übertragen, habe aber gezeigt, "dass auch unter widrigen Bedingungen konstruktive und tragfähige Lösungen gefunden werden können", sagte der Bezirksleiter der Gewerkschaft, Thorsten Gröger, am Donnerstag. Die fünfte Verhandlungsrunde ist für den 12. April angesetzt. In den vergangenen Wochen haben die Beschäftigten bei VW und VW-Töchtern ihre Forderungen mit mehreren Warnstreiks untermauert.

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"Klar ist: Wenn wir mit Volkswagen in den nächsten Gesprächen kein Ergebnis erzielen können, dann werden die Warnstreiks weitergehen und noch spürbarer werden", kündigte Gröger an. Die Kolleginnen und Kollegen seien es leid, mit Mini-Offerten abgewimmelt zu werden. Der Konzern habe trotz Corona-Pandemie Milliardengewinne erwirtschaftet, und die Belegschaft wolle daran beteiligt werden.

Gewerkschaft: "VW-Angebot unzureichend"

In der vierten Verhandlungsrunde am 23. März hatte Volkswagen ein Angebot vorgelegt. Dieses sieht für die gut 120.000 Beschäftigten an den westdeutschen Standorten im ersten Halbjahr 2021 eine Einmalzahlung von 250 Euro und im kommenden Jahr ein tabellenwirksames Entgelt-Plus von 1,2 Prozent vor. Insgesamt soll der Tarifvertrag bis Mitte 2023 gelten. Zudem sollen die Mitarbeiter anstelle der bisherigen Leistungskomponente eine "einheitliche Sonderzahlung" von 1.800 Euro pro Jahr erhalten. Die IG Metall wies das jedoch als unzureichend zurück.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.04.2021 | 12:00 Uhr

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