Sprengung im Tagebau Osterode: Stein trifft Bürogebäude

Stand: 07.09.2021 10:49 Uhr

Bei einer Sprengung im Gipstagebau in Osterode am Harz (Landkreis Göttingen) hat sich ein Stein gelöst und ein Bürogebäude beschädigt. Eine Mitarbeiterin wurde durch Glassplitter verletzt.

Bei den Arbeiten habe es sich um Routinesprengungen gehandelt, sagte ein Polizeisprecher dem NDR in Niedersachsen. Dabei habe sich ein etwa drei Kilogramm schwerer Steinbrocken gelöst. Dieser sei dann etwa 250 bis 300 Meter weit geflogen und habe auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Fensterrahmen eines Bürogebäudes getroffen. Dadurch ging die Scheibe zu Bruch, die Mitarbeiterin, die direkt am Fenster gesessen hatte, wurde verletzt. Sie kam zur Beobachtung ins Krankenhaus.

Vorerst keine weiteren Sprengungen erlaubt

Bisher haben sich laut Polizei keine weiteren Opfer gemeldet. Dabei sei die Straße, über die der Stein geflogen ist, recht stark befahren. Außerdem liegen Parkplätze in der Nähe. Das Bergbauunternehmen informierte nach dem Vorfall das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) als zuständige Aufsichtsbehörde. Das LBEG ordnete nach eigenen Angaben an, dass ein Sprengsachverständiger eingeschaltet wird, um die Ursache für den Steinflug zu klären. Weitere Sprengungen in dem Tagebau sind vorerst untersagt.

Kritik am geplanten Ausbau des Gipsabbaus

Der Gipsabbau im Südharz soll ausgeweitet werden. Das ist allerdings umstritten. Kritik kommt unter anderem von den Grünen im Landtag. Sie hatten kritisiert, dass weitere 30 Hektar freigegeben werden sollen. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte die Landesregierung auf, die Ausweitung zu stoppen.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 07.09.2021 | 06:30 Uhr

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