Stand: 01.03.2020 12:11 Uhr

TU-Vortrag über Eva Braun sorgt für heftige Kritik

Das Hauptgebäude der TU Braunschweig. © picture alliance/imageBROKER Foto: Thomas Robbin
Der geplante Vortrag an der TU Braunschweig wurde krankheitsbedingt abgesagt. (Archivbild)

Ein an der Technischen Universität (TU) Braunschweig geplanter Vortrag über Adolf Hitlers Geliebte Eva Braun sorgt für Ärger. Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, bezeichnete die Veranstaltung in einer Vortragsreihe mit dem Titel "Weltgeschichte weiblich" als "völlig unverständlich und geschichtsvergessen". Das berichtet die "Bild am Sonntag" (BamS).

TU distanziert sich von Vortrags-Titel

Die Hochschule wies den Vorwurf, nationalsozialistischem Gedankengut Vorschub leisten zu wollen, entschieden zurück. Im Ergebnis sei dies ein Beitrag gegen rechtsextreme Legenden, hieß es in einer Stellungnahme. Die TU distanzierte sich allerdings vom Titel des letztlich krankheitsbedingt abgesagten Vortrags "…ich, die Geliebte des größten Mannes Deutschlands und der Erde… - Anmerkungen zu Eva Braun". "Dass sich Menschen durch den in der Tat ungeschickt formulierten Titel verletzt fühlen, tut uns aufrichtig leid", teilte die Hochschule mit.

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Beschwerde von jüdischer Familie als Auslöser

Es werde nun überlegt, wie der als integer bekannte Wissenschaftler im öffentlichen Diskurs darlegen kann, worum es ihm tatsächlich ging und geht: nämlich kritisch zu reflektieren, warum eine eigentlich historisch unbedeutende Frau wie Eva Braun bis heute eine große mediale Aufmerksamkeit erfährt. Auslöser für die Diskussion war laut dem Bericht der "BamS" eine jüdische Familie, die sich beim Antisemitismus-Beauftragten Klein beschwert hatte.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.03.2020 | 11:00 Uhr

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