Stand: 24.02.2020 19:15 Uhr

Sternmarsch gegen Ausländerhass in Salzgitter

Die rassistisch motivierte Tötung von neun Menschen mit Migrationshintergrund im hessischen Hanau bewegt auch Tage nach der Tat noch viele Menschen. In Salzgitter haben am Montagvormittag Hunderte Schüler und Lehrer von sechs allgemeinbildenden Schulen einen Sternmarsch gebildet. Sie wollten damit ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Rassismus setzen. "Menschenrechte statt rechte Menschen" - unter diesem Motto bewegten sich die etwa 1.000 Teilnehmer des Sternmarsches aufeinander zu. Am ehemaligen Kreisel in Salzgitter-Lebenstedt kamen sie schließlich zu einer Schweigeminute und anschließenden Reden zusammen.

Zwei Lehrer hatten die Idee

Der stellvertretende Schulleiter des Kranich-Gymnasiums, Martin Ehrenberg, hatte die Idee zum Sternmarsch zusammen mit dem Rektor der Gottfried-Linke-Realschule, Niklas Nowacki, entwickelt. Sie hatten direkt weitere Schulen dafür gewinnen können. Die Schüler des Kranich-Gymnasiums engagieren sich bereits im bundesweiten Netzwerk "Schule ohne Rassismus".

17 Prozent der Einwohner mit Migrationshintergrund

In Salzgitter haben mehr als 17 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund. Die Stadt hatte im Zuge des Zuzugs geflüchteter Menschen in den Jahren 2017 und 2018 besonders viele Menschen aufgenommen. Die Gesellschaft in Salzgitter sei bunt und solle auch bunt bleiben, hieß es dazu vonseiten der Schüler bei dem Sternmarsch.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 24.02.2020 | 12:00 Uhr

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