Stand: 13.05.2020 10:10 Uhr

Stahlkonzern Salzgitter macht deutlichen Verlust

Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG arbeitet in Salzgitter an einem Hochofen. © dpa Foto: Jochen Lübke
Die Salzgitter AG leidet unter einem schwachen Stahlmarkt. (Archivbild)

Der Stahlkonzern Salzgitter ist im ersten Quartal des Jahres in die roten Zahlen gerutscht. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, fiel ein Verlust von 43,7 Millionen Euro an. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von fast 97 Millionen Euro zu Buche gestanden. Als Hauptgrund für den Rückgang wurde der Preisdruck auf dem Stahlmarkt genannt.

Erheblicher Verlust wegen Corona erwartet

In den kommenden Quartalen werden sich zudem die Auswirkungen der Corona-Pandemie bemerkbar machen. Das Unternehmen rechne daher für 2020 mit einem beträchtlichen Verlust, der sehr wahrscheinlich im dreistelligen Millionenbereich liegen werden, hieß es. Die Stabilisierungstendenzen auf dem europäischen Stahlmarkt hätten durch die Wirtschaftseinschränkungen ein jähes Ende gefunden.

Salzgitter reagiert auf Krise

Die Salzgitter AG hat wegen der Corona-Krise für weite Teile des Konzerns Kurzarbeitet angemeldet und Investitionen zurückgefahren. Außerdem haben den Angaben zufolge Hunderte Führungskräfte in In- und Ausland einem freiwilligen Gehaltsverzicht zugestimmt. "Damit werden wir für die Zeit nach Corona produktionstechnisch hervorragend aufgestellt sein", sagte der Vorstandsvorsitzende Heinz Jörg Fuhrmann.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.05.2020 | 10:30 Uhr

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