Stand: 03.12.2019 17:45 Uhr

Staatsanwaltschaft durchsucht VW-Geschäftsräume

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat am Dienstag Geschäftsräume von Volkswagen in Wolfsburg durchsucht. Hintergrund ist der Dieselskandal. Die Maßnahme hänge mit Ermittlungen gegen Einzelbeschuldigte zusammen und beziehe sich auf Dieselfahrzeuge mit Motoren des Typs EA 288, teilte Volkswagen am Dienstag mit. Der Konzern habe die den Vorwürfen zugrundeliegenden technischen Sachverhalte den zuständigen Ermittlungs- und Zulassungsbehörden frühzeitig offen gelegt.

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Staatsanwaltschaft: Keine Angabe zu Hintergründen

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig bestätigte die Durchsuchung, wollte aber mit Blick auf laufende Ermittlungen keine weiteren Angaben zum Hintergrund machen. Das Unternehmen kooperiere mit der Staatsanwaltschaft, obwohl es die Rechtsauffassung und die daraus resultierenden Ermittlungen für unbegründet halte, hieß es weiter von VW.

EA 288 - Nachfolger des "Skandal-Motors"

Bereits zuvor hatte Volkswagen kritische Berichte über den Motortyp EA 288 zurückgewiesen. Der EA 288 mit der Abgasnorm Euro-6 ist ein Nachfolger des EA 189 von VW. Bei diesem Typ war eine sogenannte Zykluserkennung für Abgas- und Verbrauchstests auf dem Prüfstand enthalten. Laut VW war der Motor EA 288 bereits 2015 untersucht worden. Im September 2019 hieß es: "Kein Fahrzeug mit dem Dieselmotor EA 288 nach dem heute gültigen Abgasstandard EU6 enthält eine Zykluserkennung." Auch das Bundesverkehrsministerium hatte das bestätigt: "Unzulässige Abschalteinrichtungen konnten nicht festgestellt werden - auch nicht in Gestalt einer unzulässigen Zykluserkennung."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 03.12.2019 | 17:00 Uhr

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