Blick auf das VW-Verwaltungsgebäude in Wolfsburg. © picture alliance Foto: Sina Schuldt

Schritte zum Stellenabbau: VW einigt sich mit Betriebsrat

Stand: 14.03.2021 17:49 Uhr

VW hat sich mit dem Betriebsrat auf zusätzliche Altersteilzeitprogramme geeinigt. Das teilte das Unternehmen mit. Bis Ende 2023 könnten nun mehrere Tausend Jobs wegfallen.

Demnach werden bestehende Angebote zur Altersteilzeit nun auch für den Jahrgang 1964 geöffnet. Zudem sollen älteren Beschäftigten neue Angebote für einen Vorruhestand unterbreitet werden. Wie viele Stellen auf diese Weise eingespart werden, hängt davon ab, wie viele Arbeitnehmer die Angebote letztlich annehmen.

Betriebsrat: "Niedrige vierstellige Zahl von Beschäftigten"

In einer internen Mitarbeiterinformation rechnet der Betriebsrat vor, dass über die zusätzlichen Altersteilzeit-Programme eine "niedrige vierstellige Zahl von Beschäftigten" aufhören könnte. Nach Informationen des "Handelsblatt", das sich auf Unternehmenskreise beruft, stehen voraussichtlich bis zu 5.000 Arbeitsplätze zur Disposition. Demnach gehe der Konzern davon aus, dass allein in diesem Jahr fast 3.000 VW-Beschäftigte des Jahrgangs 1964 von dem neuen Angebot Gebrauch machen werden.

VW: Keine neue Runde des Stellenabbaus

Mit dem Plan will VW seine Transformation zur Elektromobilität finanzieren, hieß es. VW mache in Deutschland beim Sparen den Anfang, die anderen Konzernmarken würden etwas später folgen. Eine VW-Sprecherin und ein Sprecher des Betriebsrates betonten übereinstimmend, dass es sich nicht um eine neue Runde des Stellenabbaus handele.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.03.2021 | 18:00 Uhr

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