Stand: 05.03.2020 07:24 Uhr

Raser-Prozess: Knapp sieben Jahre Haft gefordert

Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei sperrt die Anschlussstelle Braunschweig-Südstadt der Autobahn A39. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Der tödliche Unfall ereignete sich auf der Abfahrt der Anschlussstelle Braunschweig-Südstadt.

Im Prozess um eine Verfolgungsfahrt mit einem tödlichen Unfall in Braunschweig wird am kommenden Dienstag das Urteil erwartet. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, hat die Staatsanwaltschaft eine lange Haftstrafe für den 38 Jahre alten Angeklagten gefordert. Die Anklage sieht den Straftatbestand einer Körperverletzung mit Todesfolge erfüllt und plädierte am Mittwoch auf sechs Jahre und elf Monate Gefängnis für den Mann aus Sachsen-Anhalt. Für dessen Verteidigung sind viereinhalb Jahre Haft genug. Das Urteil soll am kommenden Dienstag vor dem Landgericht Braunschweig gesprochen werden.

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Der Angeklagte und sein Verteidiger im Gerichtssaal.
3 Min

Raser-Prozess in Braunschweig gestartet

Im Prozess um eine Verfolgungsfahrt mit tödlichem Unfall in Braunschweig muss sich ein 38-Jähriger vor Gericht verantworten. Er entschuldigte sich zu Beginn des Prozesses. 3 Min

Mit 240 Kilometer pro Stunde auf Crystal Meth

Der 38-Jährige hatte sich im August 2019 auf den Autobahnen 2 und 39 eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Im Verlauf der Flucht, bei der er teilweise mit mehr als 240 Kilometern pro Stunde über die Autobahn raste, war er mit seinem Wagen in zwei Fahrzeuge geprallt, die hinter der Abfahrt Braunschweig-Südstadt an einer roten Ampel gestanden hatten. Ein 33 Jahre alter Mann starb. Der 38-Jährige und der Fahrer des dritten Pkw wurden schwer verletzt. Es stellte sich heraus, dass der Unfallverursacher Crystal Meth konsumiert hatte. Vertreter der Nebenklage forderten aufgrund des Unfallhergangs eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes.

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Ein Mann verdeckt sein Gesicht mit einem Ordner im Gerichtssaal. © dpa Bildfunk Foto: Peter Steffen

Tödliche Flucht: Angeklagter unter Drogen

Im Prozess um eine Verfolgungsfahrt mit tödlichem Unfall in Braunschweig verweist der Angeklagte auf Erinnerungslücken. Weil er Drogen konsumiert habe, könne er sich kaum erinnern. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 05.03.2020 | 07:30 Uhr

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