Zu sehen ist ein DJ-Mischpult. © complize / photocase.de Foto: complize

Präsident des DJ-Verbands warnt: Branche kurz vor dem Tod

Stand: 24.02.2021 09:05 Uhr

Der Braunschweiger Präsident des Berufsverbands Discjockey, Dirk Wöhler, warnt vor einem Sterben der Veranstaltungsbranche, sollte nicht schnell ein Öffnungs-Szenario mit Corona-Tests kommen.

Wenn mit den Öffnungen von Clubs und anderen Etablissements gewartet werde, bis alle geimpft seien, sei die Branche tot, so Wöhler. Der Verbandspräsident hatte zuvor mehrere Demonstrationen unter dem Motto #AlarmstufeRot angemeldet, bei denen Tausende Künstler und Veranstalter auf ihre prekäre Lage aufmerksam machten. Künstler seien die Seele der Republik, so Wöhler. Er warnte: Menschen bräuchten eine Alternative, sonst entstünden "diese schwarzen Partys."

Schnelltest nachweisen, dann zum Konzert

Mit Online-Partys oder gestreamten Konzerten verdiene keiner Geld, betonte der Verbandspräsident. Die Folge: Viele aus der Kulturbranche gingen Insolvent oder suchten sich andere Jobs. Dabei hätten Veranstalter und Theaterleiter jüngst ein umfassendes Konzept vorgelegt, das in mehreren Stufen die Rückkehr von Zuschauern vorsieht. Ein solches Öffnungs-Szenario kann sich Wöhler gut vorstellen. Besucher eines Konzerts könnten sich beispielsweise drei Tage vorher per App mit einem Schnelltest-Nachweis anmelden. Bis zum Event müsste der Besucher sich dann isolieren, so der Eventmanager.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 24.02.2021 | 09:30 Uhr

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