Stand: 29.08.2017 16:52 Uhr

Nachwuchs für den Grottenolm? Zehn Eier entdeckt

Sie sind die einzigen ihrer Art in Deutschland: Sieben Grottenolme leben in der Hermannshöhle bei Rübeland (Landkreis Harz/Sachsen-Anhalt). Seit Jahrzehnten hoffen die Betreiber der Tropfsteinhöhle und Naturschützer, dass sie sich vermehren. Nun könnte es schon bald so weit sein. Bei einer Kontrolle des Olmensees, in dem die Tiere leben, wurden zehn vermutlich befruchtete Eier entdeckt.

150 Tage bis die Olme schlüpfen

Der Eier-Fund sei "außerordentlich schön", sagt Markus Mende, Betriebsleiter der Rübeländer Tropfsteinhöhlen. Seit die ersten Grottenolme aus der Adria in den 30er-Jahren in der Hermannshöhle angesiedelt wurden, hat es noch nie Nachwuchs gegeben. Deshalb lassen die Höhlenbetreiber nun besondere Vorsicht walten. Die zehn nun gefundenen Eier wurden sofort in ein Zuchtbecken umgesetzt und vom Besucherrundgang abgeschirmt. Wann die Jung-Olme schlüpfen könnten, ist unklar, weil sich das Alter der Eier nicht feststellen lässt. Bis ein Olm schlüpft, können jedoch bis zu 150 Tage vergehen.

13 Tiere in der Blechkanne

Bereits im vergangenen Jahr hatte es Hoffnung auf Nachwuchs gegeben - doch aus den fünf im vergangenen Jahr gefundenen Eiern war nichts geworden. Die ersten Tiere waren vor etwa 80 Jahren aus den Karsthöhlen an der Adria importiert worden. Dort ist der einzige natürliche Lebensraum der Amphibien. In den 50er-Jahren brachte ein örtliches Ehepaar 13 weitere in einer Blechkanne mit.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 29.08.2017 | 17:00 Uhr

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