Stand: 21.05.2019 12:36 Uhr

Nach Tief "Axel": Schlammige Straßen und Keller

Nach dem Sturm: In Bad Gandersheim und vielen anderen Orten hat "Axel" verschlammte Straßen zurückgelassen.

Nach turbulenten Stunden mit Tief "Axel" haben in Niedersachsen die Aufräumarbeiten begonnen. Besonders heftig tobte das Unwetter im Süden des Landes. Die Feuerwehren mussten dort in der Nacht zu Dienstag zu Hunderten Einsätzen ausrücken. Meist hatte der heftige Regen Flüsse über die Ufer treten lassen, Straßen überflutet und Keller voll laufen lassen. In Helmstedt verursachten die Wassermassen auf zwei Stationen des Helios-Klinikums Schäden, sodass mehrere Patienten verlegt werden mussten.

Ein Feuerwehrauto im Regen.

Wie groß sind die Schäden durch Tief "Axel"?

Hallo Niedersachsen -

Besonders im Südosten Niedersachsens sorgte Tief "Axel" für Schlamm auf den Straßen und übergelaufene Flüsse. In Helmstedt drang Wasser durch das Dach der Helios-Klinik.

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Pegel der Weser binnen Stunden verdreifacht

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In Hann. Münden stieg der Wasserpegel der Weser über Nacht um das Dreifache an.

In Hann. Münden (Landkreis Göttingen) hatte sich der Pegelstand der Weser über Nacht fast verdreifacht - von 1,20 Meter auf 3,10 Meter. Die erste Hochwasser-Meldestufe liegt bei vier Metern. In Groß und Klein Schneen und Elkershausen bei Friedland (Kreis Göttingen) etwa liefen die Keller voll, in Reinhausen bei Göttingen wurde ein Supermarkt überflutet. In Altgandersheim wurden - wie im vergangenen Jahr - Häuser geflutet, in Ackenhausen und Mackensen bei Dassel (Kreis Northeim) liegt Schlamm auf den Straßen und in den Häusern. In Bad Pyrmont (Kreis Hameln-Pyrmont) haben die Wassermassen zudem Gullydeckel hochgedrückt. Die Stadt Bad Gandersheim nahe Northeim kam laut Feuerwehr - anders als im vergangenen Jahr - mit einem "blauen Auge" davon. Dort trat die Gande zwar über die Ufer, mithilfe starker Pumpen habe die Feuerwehr das Wasser jedoch aufhalten können.

Klinikbetrieb läuft weiter, Schadenshöhe unklar

Am Helios-Klinikum in Helmstedt brach das Wasser in der Nacht zu Dienstag an zwei Stellen durch. Zum einen habe eine Regen-Fallleitung dem Druck nicht standgehalten und das Wasser habe sich "seinen Weg gesucht". Zum anderen sei in einem Baubereich ein Rohr gebrochen, sagte Sprecherin Isabell Adam. Dass ein verstopftes Rohr Ursache für einen der Wasserschäden gewesen sei, konnte sie entgegen erster Meldungen nicht bestätigen. Aus Angst vor Stromausfällen seien in der Nacht zwei beatmete Patienten in andere Krankenhäuser gebracht worden. Zudem seien fünf Patientinnen und zwei Babys auf andere Stationen verlegt worden. Gefahr habe zu keiner Zeit bestanden, sagte Adam weiter. Der Klinikbetrieb laufe normal weiter. Ausmaß und Höhe des Schadens stünden noch nicht fest.

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Hallo Niedersachsen | 21.05.2019 | 19:30 Uhr

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