Stand: 30.06.2020 14:59 Uhr

Müll zieht Ratten an den Göttinger Kiessee

Wanderratte (Rattus norvegicus), stehend auf feuchter Erde neben Ziegelmauer. © Picture Alliance/ imageBROKER Foto: Terry Whittaker/ FLPA
Jedes Rattenpaar kann jährlich bis zu 1.200 Junge bekommen. (Themenbild)

Wo Essensreste zu finden sind, tummeln sich schnell Ratten. Das gilt auch für den Göttinger Kiessee. Dort sind zunehmend Wanderratten zu beobachten, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Viele Menschen treffen sich demnach dort zum Picknicken und werfen Reste von gegrillten Hähnchenschenkeln, Kuchenstücke und anderen Unrat ins Gras oder die dort aufgestellten Mülleimer.

NABU: Ratten haben kaum noch Feinde

Die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) weisen seit zehn Jahren in einer Broschüre darauf hin, dass Essensreste nicht in den Haus-, sondern in den Biomüll gehören, wie NDR 1 Niedersachsen weiter berichtet. Nisten sich die Ratten in den Abwasserkanälen ein, kämen die GEB-Mitarbeiter zum Einsatz. In freier Natur wie am Kiesteich jedoch, könnten sie sich ungestört ausbreiten. Es fehle an natürlichen Feinden, sagte Uwe Zinke, Vorsitzender des Naturschutzbundes (NABU) Göttingen. Es gebe kaum noch Bussarde und Falken, die Jagd auf Ratten machen, so Zinke. Und Ratten vermehren sich fleißig: Allein ein Paar könne jährlich bis zu 1.200 Nachkommen zeugen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 30.06.2020 | 17:00 Uhr

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