Stand: 08.10.2019 08:48 Uhr

Monatelange Bohrungen an der Asse gestartet

Rund um das marode Atommülllager Asse im Landkreis Wolfenbüttel haben am Montag Bohrungen zur Erkundung der wasserführenden Schichten im Boden begonnen. Das teilte eine Sprecherin der zuständigen Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mit. Für die geplante Rückholung der radioaktiven Abfälle sei es wichtig zu wissen, wie diese Schichten unter dem Asse-Höhenzug beschaffen sind und von wo Wasser in das Bergwerk eindringt. Vorgesehen sind laut BGE rund 6.000 bis zu 15 Meter tiefe Bohrungen. Mit kleinen Sprengungen sollen seismische Wellen erzeugt werden. Das an etwa 46.000 Punkten gemessene Echo soll die unterirdischen Strukturen sichtbar machen. Die betroffene Fläche umfasst 37,5 Quadratkilometer.

Der Strahlenschutzbeauftragte Guido Oesterreich spricht im Salzbergwerk Asse mit NDR Reporter Peter Jagla.

Marodes Atommüllager: Ein Tag im Asse-Schacht

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Weil das einstige Salzbergwerk Asse marode ist, sollen die dort gelagerten Atomfässer bald herausgeholt werden. Wo liegen die Probleme? Peter Jagla hat sich ein Bild gemacht.

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Messergebnisse sollen Rückholung der Giftfässer vorbereiten

Mit den Daten könnten die Genehmigungsunterlagen für die Rückholung und die anschließende Stilllegung mit der notwendigen Genauigkeit erstellt werden, sagte die Sprecherin. Im August und September gab es bereits Vorbereitungen und Testbohrungen. Die Bohrungen in dem Waldgebiet werden voraussichtlich bis Anfang Januar kommenden Jahres dauern, dann folgt die seismische Messung des Untergrundes.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 07.10.2019 | 17:00 Uhr

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