Rauchsäulen stehen über dem Stahlwerk der Salzgitter AG in Salzgitter. © dpa Foto: Norbert Neetz

Mehr Klimaschutz - Salzgitter AG beschleunigt Umstellung

Stand: 02.02.2022 21:19 Uhr

Eher als geplant will die Salzgitter AG auf klimafreundlichere Stahlproduktion umsteigen. Der Konzern will auf diesem Gebiet führend werden.

Die Salzgitter AG will Vorreiterin in Sachen Klimafreundlichkeit werden. Schon seit Längerem arbeitet das Unternehmen daran, Stahl mithilfe von grünem Wasserstoff zu produzieren. Am Mittwoch hat der Konzern seine neue Strategie vorgestellt. Die ist ambitionierter als ursprünglich vorgesehen.

Die Sonne scheint auf das Stahlwerk der Salzgitter AG © picture alliance/dpa | Christophe Gateau Foto: Christophe Gateau
AUDIO: Wie Stahlwerke klimafreundlicher werden (31 Min)

Schluss für Hochöfen 2033

Bereits 2025 soll der erste konventionelle Hochofen im Werk abgeschaltet und Stahl durch das neue, umweltschonendere Verfahren hergestellt werden. 2033 soll dann das Feuer in den letzten Hochöfen ausgehen und damit zwölf Jahre früher als zuvor geplant. Dadurch würden bei der Stahlproduktion 95 Prozent des CO2-Ausstoßes eingespart, so Gunnar Groebler, Vorstandschef der Salzgitter AG.

Fokus auf Recycling, Vertrag mit BMW

Die Klimadebatte und die strengeren Umweltvorgaben der Politik machten ein schnelleres Umstellen nötig, sagte Groebler. Zur neuen Strategie gehöre auch, verstärkt in Kreisläufen zu denken. So soll Stahl künftig in weitaus größerem Maße als bisher recycelt und wiederverwendet werden. Der Konzern hat dazu den Angaben zufolge einen Vertrag mit BMW geschlossen: Künftig werden alle europäischen Werke des Automobilherstellers mit grünem Stahl aus Salzgitter versorgt. Die Salzgitter AG nimmt wiederum nicht mehr verwendeten Stahl zurück. Groebler möchte den Konzern als führendes Unternehmen in diesem Bereich etablieren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 02.02.2022 | 12:00 Uhr

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