Stand: 16.01.2020 20:43 Uhr

Manipulierte Kassen: Haftstrafe für Gastronom

Justitia. © imago Foto: Ralph Peters
Das Landgericht Göttingen hat einen Gastronomen zu einer Haftstrafe von 33 Monaten verurteilt (Symbolfoto).

Der Betreiber eines China-Restaurant in Göttingen muss wegen Steuerhinterziehung für zwei Jahre und neun Monate in Haft. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Nach Ansicht des Göttinger Landgerichts hat der 41-jährige zwischen März 2016 und November 2017 insgesamt rund 500.000 Euro Umsatzsteuer hinterzogen. Dabei nutzte er ein Kassensystem, mit dem es möglich war, Buchungen nachträglich wieder zu löschen, so dass diese nicht dem Finanzamt übermittelt wurden. Das Urteil liegt deutlich über dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmaß von zwei Jahren Haft auf Bewährung. Der Anwalt des Angeklagten hat angekündigt, in Revision zu gehen.

Auch Entwickler des Kassensystems angeklagt

In einem abgetrennten Verfahren muss sich auch der Entwickler des Kassensystems verantworten - wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Mehr als 100 Kunden sollen Kassen dieses Typs genutzt haben. Die Fahnder geben den Steuerschaden mit rund vier Millionen Euro an.

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Jemand bezahlt an einer Kasse. © imago/Westend61 Foto: Westend61

Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Millionenhöhe

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 16.01.2020 | 18:00 Uhr

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