Stand: 14.05.2019 20:36 Uhr

Made in Salzgitter: VW will Batteriezellen bauen

Volkswagen wird als erster deutscher Autobauer in die Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos einsteigen. Das hat das Unternehmen nach einer Aufsichtsratssitzung mitgeteilt. Herstellen will VW die Batteriezellen gemeinsam mit dem schwedischen Unternehmen Northvolt am Standort Salzgitter. Das sagte ein VW-Sprecher am Dienstag. Die Wolfsburger hatten sich vor wenigen Wochen mit dem schwedischen Akku-Hersteller zusammengetan, um den Aufbau einer Produktion von Batteriezellen in Europa voranzutreiben.

VW Vorstandsvorsitzender Herbert Diess äussert sich über die geplante Batteriezellfabrik in Salzgitter.

VW plant Batteriezellfabrik in Salzgitter

Hallo Niedersachsen -

VW wird in Salzgitter als erster deutscher Autobauer Batteriezellen in Deutschland fertigen. Das Unternehmen will knapp eine Milliarde Euro investieren.

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VW will rund eine Milliarde Euro investieren

Der Konzern erforscht in Salzgitter bereits die Zellfertigung in einer Pilotlinie. Dafür will VW knapp eine Milliarde Euro investieren. Ende 2022 oder im Jahr darauf soll die Produktion starten. In Salzgitter baut VW zurzeit Verbrennungsmotoren. VW denkt offenbar bereits über weitere Fabriken nach. "Wir schauen uns auch weitere Standorte in Europa an", sagte Beschaffungsvorstand Stefan Sommer am Rande der Hauptversammlung in Berlin. Auch Emden komme grundsätzlich für eine Batteriezellfertigung in Frage. Der Einstieg in die Zellfertigung ist seit geraumer Zeit auch eine Forderung der Arbeitnehmerseite bei Volkswagen, die damit auch den Bedeutungsverlust der herkömmlichen Verbrennerproduktion auffangen will.

Traton an die Börse - jetzt doch

Außerdem gab das Unternehmen bekannt, dass die Lkw-Sparte Traton SE demnächst an die Börse gebracht werden soll. Der Vorstand habe mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den Börsengang grundsätzlich durchzuführen und vorbehaltlich der weiteren Kapitalmarktentwicklung vor der Sommerpause 2019 anzustreben, teilte das Unternehmen am Montagabend nach einer Aufsichtsratssitzung in Berlin mit.

Sechs Milliarden Euro Erlös?

Die Börsenpläne hatte Volkswagen erst vor rund zwei Monaten auf Eis gelegt. Begründung damals: Die Bedingungen an den Märkten stimmen nicht. Investoren hatten im März mit Enttäuschung auf den abgeblasenen Gang aufs Parkett reagiert. Traton besteht aus den VW-Töchtern MAN und Scania sowie der brasilianischen Nutzfahrzeugtochter. VW könnte früheren Medienberichten zufolge bis zu einem Viertel von Traton an die Börse bringen und damit rund sechs Milliarden Euro erlösen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.05.2019 | 20:00 Uhr

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