Lockdown-Zeitvertreib: Halfpipe im Garten sorgt für Ärger

Stand: 08.07.2021 20:35 Uhr

In Braunschweig hat ein Vater seinen beiden Söhnen eine Minirampe zum BMX-Fahren in den Garten gebaut. Nur kurze Zeit später kam Post von der Stadt: Die Halfpipe soll wieder weg.

Karl und Erik Kreye aus Braunschweig fahren gerne BMX-Rad. Am liebsten auf der hauseigenen Mini-Rampe, die seit ein paar Monaten in ihrem Garten steht. Die Idee hatten die beiden neun und zwölf Jahre alten Nachwuchsfahrer während des ersten Corona-Lockdowns vor einem Jahr, als alle Skateplätze und die BMX-Halle geschossen waren. Vater Heiko Kreye besorgte daraufhin im Baumarkt fast 250 Meter Metallrohre und Dutzende Holzplatten, wochenlang wurde gehämmert und geschraubt. Doch schon kurz nach Fertigstellung der Rampe bekam die Familie Post von der Stadt: Die Halfpipe soll wieder weg. Denn mit fast zehn Metern Länge und einer Höhe von bis zu 1,75 Metern müsse sie genehmigt werden. Vor allem aber sei der Betrieb zu laut.

Alle Nachbarn müssen zustimmen

Noch steht die Minirampe aber im Garten in Braunschweig. Und Papa Heiko hofft auf einen Kompromiss: "Wir sind daran interessiert, mit der Stadt in Gespräche zu kommen über die Frage, was wir an dem Gestell ändern können: verkleinern, halbieren, was auch immer, damit die Jungs ihr Spielgerät behalten können." Am Ende sei die Minirampe vergleichbar mit einem der Trampoline, die man in vielen Gärten findet. "Es macht aus unserer Sicht ähnliche Geräusche", so die Familie. Die meisten Nachbarn haben übrigens nichts gegen die Rampe, einige haben beim Bau sogar geholfen. Ein Happy End kann es laut Stadt aber nur geben, wenn alle Nachbarn zustimmen.

 

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 08.07.2021 | 19:30 Uhr

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