Lkw-Kontrollen auf A2 und A7: Polizei findet viele Verstöße

Stand: 14.10.2021 21:44 Uhr

Viele Lkw sind auf Autobahnen mit Mängeln unterwegs. Zudem halten viele Fahrer nicht den Mindestabstand ein. Das ist ein Ergebnis einer umfangreichen Kontrolle auf der A2 und A7 am Donnerstag.

Insgesamt rund acht Stunden haben Polizisten an der A7 auf einem Parkplatz zwischen Göttingen und Nörten-Hardenberg Lkw kontrolliert. Stichprobenartig zogen die etwa 60 Beamtinnen und Beamte Transporter und Sattelzüge aus dem Verkehr und überprüften die Fahrzeuge auf ihre Verkehrstauglichkeit.

100 von 160 Lkw weisen Mängel auf

Fündig wurden sie oft: Von 160 kontrollierten Lastern wiesen 100 Mängel auf, teilten die Beamten mit. Oft waren es Kleinigkeiten, wie kaputte Lampen oder fehlende Papiere. Mitunter waren die Mängel aber so eklatant, dass die Laster aus dem Verkehr gezogen wurden. Darunter waren ein 7,5-Tonner, der Gefahrgut ungesichert geladen hatte sowie einen Holztransporter, der zu hoch beladen war. Das Ergebnis zeige, wie wichtig solche Kontrollen auch in Zukunft sind, sagte Karsten Lipinski von der Autobahnpolizei Göttingen.

Mit dem Laser auf einer Autobahnbrücke

Auch auf der A2 bei Bad Nenndorf wurden Lastwagen überprüft. Dort lag der Schwerpunkt auf dem Sicherheitsabstand. 13 Fahnder kontrollierten, ob Lkw-Fahrer die Mindestabstände auf der Fahrbahn einhalten. Wer sich nicht an die Regeln hielt und dabei erwischt wurde, muss Strafe zahlen. Die Polizei positionierte sich mit einem Laser auf einer Autobahnbrücke zwischen Bad Nenndorf und Wunstorf. Mit Erfolg, die Fahnder winkten Dutzende Lastwagen auf einen Parkplatz.

105 Euro Strafe - wegen zu geringem Abstand

Ein Lkw-Fahrer musste beispielsweise 105 Euro Strafe aufgrund zu geringen Abstands zahlen. "Gerade Lkw über 3,5 Tonnen sind wichtig, weil das mit die häufigste Unfallursache ist, dass man kaum Abstand einhält", sagte eine Polizeisprecherin aus Hannover gegenüber dem NDR in Niedersachsen. Bei den in dem Abschnitt erlaubten 100 Kilometern pro Stunde sollte der Abstand mindestens 50 Meter betragen - die Strecke zwischen zwei Leitpfosten.

Unzureichende Ladungssicherungen auch auf der A2

Darüber hinaus wurden auch bei der Kontrolle auf der A2 bei Bad Nenndorf zahlreiche Lkw erwischt, die ihre Ladung unzureichend gesichert hatten. Nur geschätzte 10 Prozent der kontrollierten Lastwagen hätten ihre Ladung richtig gesichert, teilte ein Sprecher mit. Teilweise wurden direkt Strafgelder kassiert, andere Fahrer werden einen Bußgeldbescheid per Post erhalten.

Die Kontrollen gehörten zu einer europaweiten Präventionsaktion, hieß es aus dem niedersächsischen Innenministerium in Hannover. Ziel sei es, für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen.

A1: Lkw mit 2.600 Kilogramm überladen

Am Dienstag hatten Fahnder bereits sechseinhalb Stunden lang auf der Autobahn 1 auf dem Parkplatz Thünen in Fahrtrichtung Hamburg kontrolliert. Die Beamte überprüften bei 111 Fahrzeugen den technischen Zustand, die Sicherung der Ladung und die Einhaltung der Sozialvorschriften. Vereinzelt stellten sie leichtere technische Mängel fest, die zum Teil vor Ort behoben werden konnten. Lediglich in einem Fall musste die Weiterfahrt untersagt werden. Ein mit tierischen Nebenprodukten geladener Sattelzug überstieg die zulässige Gewichtsgrenze um 2.600 Kilogramm.

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Die Seite eines Polizeiautos. © NDR Foto: Thomas Hans

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