Stand: 28.11.2018 16:25 Uhr

Chinesen bauen bald mit Holz aus dem Harz

Niedersachsens Wälder haben schwere Monate hinter sich. Stürme, die tiefe Schneisen durch den Bestand zogen, und dann noch der Borkenkäfer. Dem fielen im Harz, Solling und im Leine- und Weserbergland rund eine halbe Million Bäume zum Opfer. Dadurch herrscht ein Überangebot an Fichtenholz auf dem Markt und die Preise sind im freien Fall, berichtet NDR 1 Niedersachsen. Das führt jetzt dazu, dass die Niedersächsischen Landesforsten ihr Holz sogar nach China verkaufen.

Niedersächsische Fichten reisen nach China

Vor Verschiffung werden Schädlinge getötet

An vielen Stellen im Harz stehen derzeit Holzkranlaster. Sie verladen knapp zwölf Meter lange Fichtenholzstämme in Überseecontainer. Von dort werden sie mit dem Lkw in den Braunschweiger Hafen transportiert und begast, damit alle Schädlinge im Holz auch tatsächlich abgetötet werden - insbesondere die Borkenkäferlarven.

Chinesen verarbeiten Harzer Holz zu Bettgestellen

Etwa 40 Tage dauert die Seereise bis nach China. Die Fichten aus Harz und Solling werden dort vor allem zu Bauholz verarbeitet, aber auch zu Türrahmen, Bettgestellen und Kleinmöbeln. Auch nach Korea und Indien wird Holz aus Niedersachsen verlkauft. Meist habe es nur leichte Verfärbungen, sagte ein Sprecher der Landesforsten. Minderwertig sei das Holz keinesfalls. Knapp fünf Prozent ihres Schadholzes vermarkten die Landesforsten nach Übersee, weil die hiesigen Märkte das Überangebot an Nadelholz nicht mehr verarbeiten können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.11.2018 | 16:00 Uhr

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