Stand: 18.07.2019 13:52 Uhr

Kuriose Lose: Königspythons für einen guten Zweck

Ein Ehepaar aus dem Landkreis Gifhorn wollte zwei Königspythons bei einem Gewinnspiel für einen guten Zweck verlosen. Das ist schwierig.

Gewinnspiele für einen guten Zweck sind eigentlich eine feine Sache, gegen die wohl niemand etwas haben kann. Aber gut gemeint bedeutet nicht immer auch gut gemacht: Ein Paar aus Rethen im Landkreis Gifhorn wollte gern eine Spendenaktion in Form einer Verlosung zugunsten des Kinderhospizes "Löwenherz" in Braunschweig durchführen. Dafür benötigte es Preise. Initiator und Schlangenfreund Carsten Voigt wollte einen besonderen Anreiz schaffen und ließ sich von einem Bekannten zwei Königspythons als Hauptpreise für die beiden Gewinner zur Verfügung stellen. Das gab Ärger mit Tierschützern und dem Veterinäramt des Landkreises.

Schlange

Paar wollte Königspythons verlosen

Hallo Niedersachsen -

Ein Paar aus Rethen wollte im Rahmen einer Spendenaktion für ein Kinderhospiz zwei Königspythons verlosen. Doch das gab Ärger mit dem Veterinäramt und Beschwerden von Tierschützern.

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Lebende Tiere zu verlosen ist nur unter strengen Auflagen erlaubt

Dabei schien es eine gute Idee, denn Voigt kennt sich gut aus mit Pythons. Er hat jahrelang selbst Schlangen gezüchtet und besitzt einige Exemplare. Er habe sich daher bewusst an die Terraristik-Szene gewandt, um einen höheren Betrag für das Hospiz zu erzielen. Lose verkaufte er für fünf Euro pro Stück. Insgesamt sammelte Voigt auf diese Weise 3.660 Euro für die Kinder. Beim Veterinäramt des Landkreises Gifhorn kam die Idee nach der Anzeige der Tierschützer aus rechtlichen Gründen nicht so gut an. Denn: Lebende Tiere bei einer Tombola oder einer Verlosung als Preis auszuloben, sei nur unter sehr strengen Auflagen möglich.

Schlangen für kleinen Preis verkauft, Verfahren eingestellt

Eine Lösung für das Problem war jedoch rasch gefunden. Das Gesetz sagt nämlich auch, dass ein Verkauf der Tiere - auch für einen sehr kleinen Betrag - rechtens ist. Voigt nahm die Würgeschlangen aus der Verlosung und gab den Gewinnern ein Vorkaufsrecht in Höhe von fünf Euro. Das Veterinäramt stellte daraufhin das Verfahren ein.

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16.08.2019 17:00 Uhr
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.07.2019 | 12:00 Uhr