Stand: 11.10.2017 13:20 Uhr

"Konzern Komponente": Neue Sparte bei VW

Volkswagen richtet sein Zuliefer- und Komponentengeschäft neu aus. Der Autobauer bündelt seine entsprechenden Werke hausintern unter der neuen Sparte "Konzern Komponente". Insgesamt 56 Fabriken weltweit für Getriebe, Motoren und Fahrwerkelemente würden darin zusammengefasst, teilte der Autobauer aus Wolfsburg am Mittwoch mit. Über entsprechende Pläne hatte zuvor das "Handelsblatt" berichtet. Das Ziel: ein effizienteres internes Geschäft mit Bauteilen, die auch bei Modellen von VW-Töchtern genutzt werden. Auch der Wandel zur E-Mobilität soll so vorangetrieben werden.

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VW will Standorte produktiver machen

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Die VW-Verkaufszahlen ziehen trotz Dieseskandal an. In Wolfsburg hat der Konzern die Strategie für die nächsten Jahre vorgestellt. Er will seine Standorte produktiver machen. Video (01:16 min)

Mitarbeiter behalten Verträge

Insgesamt 80.000 Mitarbeiter sind von der Veränderung betroffen. Allerdings sollen sie alle ihre Verträge behalten. Nach Informationen aus VW-Kreisen soll die neue Sparte keine eigene Rechtsform erhalten. Ein Verkauf oder ein Börsengang sind ebenfalls nicht geplant. Leiter der Sparte wird Thomas Schall, bislang Chef der Zuliefersparte bei Volkswagen-Pkw.

Veränderungen bereits angekündigt

Überraschend kommt die Veränderung nicht. Konzern-Chef Matthias Müller hatte bei der Vorstellung der Zukunftsstrategie vor über einem Jahr angekündigt, dass das Komponentengeschäft neu ausgerichtet wird. "Wenn Sie so wollen, haben wir einen der größten Automobilzulieferer der Welt unter unserem Dach", sagte er. In Zukunft soll insbesondere Doppelarbeit vermieden werden. Bislang sind die Komponentenwerke einzelnen VW-Marken zugeordnet und beliefern auch andere Marken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.10.2017 | 14:00 Uhr

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