Stand: 13.01.2018 09:17 Uhr

Kanadische Kunden: VW zahlt erneut Entschädigung

In der Diesel-Affäre hat Volkswagen sich zum zweiten Mal mit Kunden aus Kanada verständigt. Der Konzern habe einem Vergleich über 191 Millionen Euro zugestimmt, wie er und die Klägeranwälte am Freitagabend mitteilten. Es handele sich um eine vorläufige Grundsatzeinigung, die noch von den zuständigen Gerichten genehmigt werden müsse. Außerdem soll VW eine Zivilstrafe über 1,6 Millionen Euro zahlen.

Entschädigung, Reparatur, Rücknahme

Betroffen sind Besitzer und Leasingnehmer von etwa 20.000 Dieselautos mit 3-Liter-Motoren. Es handelt sich dabei um VW Touareg, Porsche Cayenne und Audi Q7 mit den Baujahren 2009 bis 2016. Volkswagen verpflichtet sich laut der Einigung auf Entschädigungszahlungen, Reparaturen und Rücknahmeangebote.

Bereits Milliardeneinigung mit Kanada

Bereits vor einem Jahr hatten Kunden aus Kanada mit kleineren Dieselwagen einen Vergleich erzielt. Damals waren etwa 100.000 Autos betroffen. Man einigte sich mit VW auf eine Summe von 1,4 Milliarden Euro. Für ganz Nordamerika hat Volkswagen 25 Milliarden Euro für Vergleiche verbucht.

Weitere Informationen

Kündigung: Ehemaliger VW-Manager Schmidt klagt

Der in den USA inhaftierte, ehemalige VW-Manager Oliver Schmidt hat beim Landgericht Braunschweig Klage eingereicht. Er hält seine fristlose Kündigung für unrechtmäßig. (09.01.2018) mehr

US-Justiz bestätigt Milliarden-Einigung mit VW

VW hat sich mit dem US-Justizministerium auf Bußgeld- und Strafzahlungen in Höhe von 4,3 Milliarden Dollar geeinigt. Auch ein Schuldbekenntnis von VW ist Teil des Vergleichs. (11.01.2017) mehr

USA: VW bereit, 20.000 Diesel-Autos zurückzukaufen

Kompromiss bei US-Behörden und VW: Der Konzern muss 20.000 der insgesamt 80.000 Autos mit manipulierten 3,0-Liter-Dieselmotoren zurückkaufen. Der Rest wird zunächst zurückgerufen. (19.12.2016) mehr

"Diesel-Gate": US-Gericht stimmt Vergleich zu

In der Bewältigung des Abgas-Skandals ist VW einen großen Schritt weiter gekommen: Das zuständige US-Gericht in San Francisco hat dem angestrebten Milliarden-Vergleich vorerst zugestimmt. (20.07.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.01.2018 | 07:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

03:03
NDR//Aktuell

Was ist neu am Prämienprogramm von VW?

18.10.2018 14:00 Uhr
NDR//Aktuell