Holzminden: Mann hatte wohl "Beziehung" mit 14-Jähriger

Stand: 11.06.2021 19:15 Uhr

Im Fall einer 14-Jährigen aus Kassel, die mehrere Tage gegen ihren Willen in Holzminden festgehalten und verletzt worden sein soll, hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim Einzelheiten bekannt gegeben.

So soll das Mädchen "eine Beziehung" mit dem 24-jährigen Verdächtigen gehabt haben. Die 14-Jährige habe sich "geraume Zeit" vorher bei dem Mann aufgehalten, angeblich wohnte sie seit Anfang Mai bei dem Mann. Im Laufe der Zeit sei es dann "gekippt", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim. Die Staatsanwaltschaft hat am Freitag wegen Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung Antrag auf Haftbefehl gegen den Mann gestellt.

Das Mädchen ist wieder zu Hause

Nach einem Hinweis der Mutter aus dem Raum Kassel war der 24-Jährige nach Angaben der Polizei in den Fokus der Ermittler geraten. Bei der Fahndung über die Landesgrenzen Hessens nach Niedersachsen fand die Polizei in der Nacht zum Donnerstag das leicht verletzte Mädchen vor einer Wohnung im Holzmindener Stadtteil Altendorf. Wie der NDR in Niedersachsen berichtet, musste es ärztlich behandelt werden, konnte das Krankenhaus aber verlassen und nach Hause zurückkehren. Den 24-Jährigen trafen die Polizisten in einer Wohnung in dem Gebäude an und nahmen ihn fest.

14-Jährige und 24-Jähriger kannten sich aus Holzminden

Wie die Polizei dem NDR in Niedersachsen bestätigte, hatte die Familie des 14 Jahre alten Opfers vor einigen Jahren in Holzminden gewohnt. Daher hätten sich das Mädchen und der junge Mann gekannt. Die Jugendliche sei nicht entführt worden, sondern freiwillig nach Holzminden gekommen. Es gebe bisher keine Hinweise auf ein sexuelles Motiv. Die Spurensicherung sei am Donnerstagnachmittag erneut in der Wohnung gewesen.

Polizei: Verdächtiger hat Akte so dick wie ein Telefonbuch

Der Verdächtige stand den Angaben zufolge bei der Festnahme unter Drogeneinfluss. Er habe eine Strafakte so dick wie ein Telefonbuch, sagte eine Polizeisprecherin dem NDR. Bei der Durchsuchung der Wohnung hätten Ermittler diverse Betäubungsmittel sowie Gegenstände gefunden, die aus anderen Straftaten stammen könnten.

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