Helmstedt: Wohnblocks nach Quarantäne-Verstößen abgesperrt
Nach einem Corona-Ausbruch hat der Landkreis Helmstedt zwei Wohnblocks abgesperrt und damit unter strenge Quarantäne gestellt. Die Maßnahme sei dringend notwendig gewesen, so der Landkreis.
Einige Bewohner hätten die Quarantäne-Anordnungen mehrfach missachtet, bestätigte die Behörde. Auch aufklärende Gespräche hätten keine Wirkung gezeigt. Bislang sei die Situation zwar angespannt, aber friedlich. Von der Maßnahme betroffen sind insgesamt 100 Menschen. Sie werden vom Landkreis medizinisch betreut, zudem übernehmen Mitarbeiter der Diakonie und des Deutschen Roten Kreuzes die Einkäufe für die Bewohner.
16 positive Corona-Tests
Landrat Gerhard Radeck verteidigte die Aktion: "Wie bei allen Maßnahmen haben wir auch hier den rechtsstaatlichen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit geprüft, also ob die Maßnahme geeignet, erforderlich und angemessen ist", so Radeck. Ein milderes Mittel sei leider nicht möglich gewesen, um den Infektionsschutz sicherzustellen. Zu dem Corona-Ausbruch kam es Ende der vergangenen Woche. Von 40 Corona-Testergebnissen, die inzwischen vorliegen, sind laut Landkreis Helmstedt 16 positiv ausgefallen. Die Quarantäne gilt zunächst für zwei Wochen.