Stand: 24.10.2019 20:05 Uhr  - Niedersachsen 18.00

Händler will Gebühr gegen "Beratungsdiebstahl"

Ein Mann mit Brille hält ein technisches gerät der Marke "Makita" in der Hand. © dpa-Bildfunk Foto: Christophe Gateau/dpa
Der Braunschweiger Jürgen Weferling nimmt in seinem Geschäft eine Beratungsgebühr, weil viele Kunden sich in Läden wie seinem zwar beraten lassen, dann aber online einkaufen.

Ein Geschäftsinhaber aus Braunschweig will sich mit einer Gebühr gegen Kunden wehren, die sich bei ihm beraten lassen und dann im Internet bestellen. "Wegen erhöhtem Beratungsdiebstahl sehen wir uns gezwungen, ab sofort eine Beratungsgebühr von zehn Euro zu erheben", steht auf einem Schild in dem Geschäft für Maschinen, Werkzeuge und Elektrogeräte im Zentrum der Löwenstadt.

VIDEO: Gebühr gegen "Beratungsdiebstahl" (3 Min)

Verbraucherschützer zeigen Verständnis

"Zu 99 Prozent sind die Rückmeldungen positiv", sagte Inhaber Jürgen Weferling. Auf der gerade beendeten Einkaufsmesse Infa in Hannover sei er oft auf die Maßnahme angesprochen worden. Verständnis zeigen Verbraucherschützer. Aber sie stellen den Erfolg infrage. "Möglicherweise weicht manch ein Kaufinteressent auf größere Ketten aus, die es nicht nötig haben, eine Beratungsgebühr zu erheben", sagte Mona Semmler von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 24.10.2019 | 18:00 Uhr

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