Stand: 21.09.2020 14:58 Uhr

"Grünes Band" für Länder besonders schützenswert

Die Burg Hanstein aus der Luft. © Thomas Meder Foto: Thomas Meder
Die Burg Hanstein, südlich des Grenzübergangslagers Friedland gelegen, markiert das "Grüne Band". (Themenbild)

30 Jahre nach der deutschen Vereinigung soll der ehemalige Grenzstreifen zum Nationalen Naturmonument erklärt werden. Das sogenannte Grüne Band - ein Verbund von Biotopen entlang der früheren innerdeutschen Grenze - sei nicht nur ein bedeutender Ort der Erinnerungskultur, sondern auch ein wertvolles Stück Natur in Deutschland, sagte Bundesumweltministerin Schulze (SPD) am Montag. Die neun Anrainerländer, darunter Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, bekräftigten ihre Absicht, "das Grüne Band im Dialog mit den Akteuren vor Ort vollständig hoheitlich zu sichern", wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß.

Schutzraum für 1.200 bedrohte Tier- und Pflanzenarten

"Die ehemalige innerdeutsche Grenze hat sich von einem Todesstreifen zu einer echten Lebenslinie entwickelt", sagte Schulze. "Das 'Grüne Band' erinnert uns an die Trennung, es steht aber auch für die Überwindung der Trennung." Mehr als 1.200 bedrohte Tier- und Pflanzenarten seien dort beheimatet. Die Umsetzung könne mit Mitteln aus dem 14 Millionen Euro schweren Bundesprogramm "chance.natur" gefördert werden.

Naturschutz plus historische Bedeutung

Der Schutz Nationaler Naturmonumente ist im Bundesnaturschutzgesetz geregelt. Sie werden wie Naturschutzgebiete behandelt. Es handelt sich laut Gesetz um Gebiete, die wegen ihrer wissenschaftlichen oder historischen Bedeutung oder wegen ihrer "Seltenheit, Eigenart oder Schönheit" von herausragender Bedeutung seien.

Weitere Informationen
Ein Wachturm der ehemaligen Innerdeutschen Grenze am Dassower See, Mecklenburg-Vorpommern.

Ehemalige Grenze: "Weltweit einzigartige Biotope"

Die ehemalige innerdeutsche Grenze, das sogenannte Grüne Band in Mecklenburg-Vorpommern, soll noch in diesem Jahr "Nationales Naturmonument" werden. Der Titel verbindet Erinnerungskultur und Naturschutz. mehr

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 21.09.2020 | 14:30 Uhr

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