Stand: 22.11.2019 19:53 Uhr

Göttingen: Gefährder dürfen nicht zurückkehren

Gesetzbücher liegen auf einem Tisch im Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. © dpa-Bildfunk Foto: Hendrik Schmidt
Das Verwaltungsgericht Göttingen hat entschieden, dass die beiden als islamistische Gefährder eingestuften Männer nicht nach Deutschland zurückkehren dürfen.

Zwei als islamistische Gefährder eingestufte Männer aus Göttingen dürfen nicht nach Deutschland zurückkehren. Das hat das Verwaltungsgericht Göttingen entschieden. Die Männer im Alter von 25 und 29 Jahren waren im Februar 2017 festgenommen und in ihre Heimatländer Nigeria und Algerien abgeschoben worden. Dagegen klagten sie. Nun hat das Gericht ihnen verboten, unbefristet einzureisen und sich in Deutschland aufzuhalten. Beide Männer waren in Deutschland aufgewachsen und wohnten in Göttingen.

Gericht: Von Männern geht weiter Gefahr aus

Der 25-Jährige gab in seiner Klage an, dass er sich verändert habe, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Zudem wolle er seine schwerbehinderte Mutter in Göttingen besuchen, die nicht nach Nigeria reisen könne. Doch das Verwaltungsgericht glaubte ihm nicht. Es wies beide Klagen mit der Begründung ab, dass von den Männern weiter eine besondere Gefahr für die Sicherheit in Deutschland ausgehe. Zuvor hatte bereits das Bundesverwaltungsgericht die Abschiebung für rechtmäßig erklärt.

Terroranschlag und Messerattacken geplant

Beide Gerichte sahen es als erwiesen an, dass die Männer in der radikal-islamistischen Szene verankert sind und mit dem IS sympathisieren. Die Polizei ermittelte, dass der Nigerianer einen Terroranschlag begehen wollte, der Algerier habe über Messerattacken gesprochen. Im Februar 2017 waren sie bei einer Razzia gegen Islamisten in Göttingen festgenommen und kurze Zeit später abgeschoben worden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 22.11.2019 | 17:00 Uhr

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