Ein Polizeifahrzeug steht vor einem Hochhaus in Göttingen. © picture alliance Foto: Swen Pförtner

Göttingen: Erneuter Corona-Ausbruch in Hochhaussiedlung

Stand: 26.10.2020 15:49 Uhr

In einem Wohnkomplex in Göttingen gibt es erneut Corona-Fälle. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um zwei Neuinfektionen. Die Betroffenen und ihre Kontaktpersonen kamen in häusliche Quarantäne.

Für eine Quarantäne des gesamten Gebäudekomplexes gebe es keinen Anlass, teilte die Stadt mit. Einschränkungen gibt es dagegen für Schüler, die in dem Hochhaus an der Groner Landstraße wohnen. Sie dürfen erst nach Vorlage eines negativen Tests wieder zur Schule gehen. Dies sei eine rein vorsorgliche Schutzmaßnahme, um eine etwaige Ausbreitung über die Schulen von vornherein auszuschließen, teilte die Stadt mit. Für die Schüler und für Menschen über 60 Jahre wird eine Test-Station im Innenhof der Anlage aufgebaut.

Stadt bietet größere Wohnungen an

"Wichtig ist, dass Infizierte und deren enge Kontaktpersonen die Quarantäne einhalten", sagte Petra Broistedt, Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Göttingen. Um Probleme bei der Verständigung zu vermeiden, würden alle notwendigen Informationen von Dolmetschern übersetzt. Laut Broistedt wurde den infizierten Personen und ihren Familien angeboten, die Quarantäne in größeren, von der Stadt bereitgestellten Quarantänewohnungen mit Vollverpflegung abzuleisten. Beide hätten dies abgelehnt, hieß es.

Im Sommer hatten sich mehr als 100 Bewohner des Gebäudekomplexes mit dem Virus angesteckt. Die Hochhaussiedlung mit ihren damals rund 700 Bewohnern war daraufhin unter Quarantäne gestellt worden. Dabei kam es zu Ausschreitungen und einem Großeinsatz der Polizei.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 26.10.2020 | 13:30 Uhr

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