Stand: 18.06.2020 19:30 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nach Anschlag

An einem Briefkasten einer antifaschistischen Aktivistin in Einbeck sind die Spuren eines Sprengstoffanschlags zu sehen. © dpa - Bildfunk Foto: Swen Pförtner
Die mutmaßlichen Täter sprengten den Briefkasten am Haus einer 41-Jährigen.

Nach dem mutmaßlich rechtsextremistisch motivierten Anschlag in Einbeck (Landkreis Northeim) hat die Generalstaatsanwaltschaft Celle die Ermittlungen übernommen. Die Zentralstelle für Terrorismusbekämpfung leitet nun die Untersuchung, wie ein Sprecher der Behörde am Donnerstag mitteilte. Zwei der drei mutmaßlichen Täter, darunter ein 26-jähriger polizeibekannter Rechtsextremist, kamen wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Gegen die Beschuldigten wird wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung, des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und Sachbeschädigung ermittelt.

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Ermittler vermuten politische Motivation

Die Verdächtigen sollen am 10. Juni den Briefkasten am Haus einer 41-Jährigen gesprengt haben. Die Frau hatte sich für die Flüchtlingshilfe und gegen rechtsradikale Aktivitäten im Raum Einbeck eingesetzt. Dieser Umstand deute nach Ansicht der Ermittler auf eine politische Motivation hin, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft mit. Die kriminaltechnischen Untersuchungen der Reste des Sprengkörpers hätten zudem ergeben, dass die verwendete Substanz dem Sprengstoffgesetz unterliegt.

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Das Objektiv einer Spiegelreflexkamera ist auf den Briefkasten einer antifaschistischen Aktivistin in Einbeck gerichtet, an dem Spuren eines Sprengstoffanschlags zu sehen sind. © dpa - Bildfunk Foto: Swen Pförtner

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 19.06.2020 | 06:30 Uhr

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