Stand: 08.01.2020 10:38 Uhr

Fragen und Antworten zum autonomen Fahren

Minibus Hubi auf dem ICO-Gelände in Osnabrück. © NDR Foto: NDR
In Osnabrück testen die Stadtwerke den autonom fahrenden Minibis "Hubi" auf öffentlichen Straßen.
Wie weit ist das autonome Fahren?

In den USA sind bereits testweise selbstfahrende Autos mit Technik von Bosch und Daimler auf den Straßen unterwegs. Seit Ende vergangenen Jahres erproben die beiden Unternehmen dort einen Mitfahrservice. In Japan will Toyota eine experimentelle Stadt der Zukunft bauen, um Technologien wie das autonome Fahren in realen Umgebungen zu testen. Der ADAC geht indes davon aus, dass erst nach 2040 in größerer Zahl autonom fahrende Autos angeboten werden, die auch auf Landstraßen keinen Fahrer mehr benötigen.

Welche Stufen des autonomen Fahrens gibt es?

Es wird unterschieden zwischen assistiertem, teilautomatisiertem, hoch automatisiertem und voll automatisiertem Fahren. Auf den ersten beiden Stufen wird das Auto permanent von einem Fahrer beherrscht. Ab der dritten Stufe kann sich der Fahrer vorübergehend von Fahraufgaben und Verkehr abwenden. Ab der vierten Stufe wird der Fahrer dann zum Passagier und muss sich gar nicht mehr um die Fahrzeugführung kümmern. Die erste Stufe ist nach Angaben des ADAC derzeit Stand der Technik. Das automatisierte Fahren werde sich nur langsam durchsetzen.

Was passiert auf Teststrecken?

In Deutschland gibt es bereits mehrere Teststrecken für vernetzte und automatisierte Autos. Auf dem Testfeld Niedersachsen auf den Autobahnen zwischen Hildesheim, Hannover, Braunschweig und Wolfsburg sollen automatisierte und vernetzte Fahrzeuge erprobt, sowie Fahrverhalten und Verkehrsfluss erfasst und analysiert werden. Kameras sollen den gesamten Verkehr aufzeichnen und die Daten in Echtzeit an die selbstfahrenden Autos weiterleiten. In Hamburg gibt es eine neun Kilometer lange Teststrecke durch die Innenstadt. Dort testet VW seit dem vergangenen Frühjahr fünf vollautomatisierte Elektro-Autos. Sie sollen möglichst ohne Eingriffe des noch vorhandenen Fahrers unterwegs sein. Sensoren auf dem Dach, in den Kotflügeln sowie im Front- und Heckbereich der Fahrzeuge überprüfen die Umgebung. Die Autos kommunizieren mit spezieller Technik an 14 Ampeln.

Welche Probleme gibt es?

Beim vollautomatisierten Fahren sind vor allem rechtliche Aspekte zu klären. Der ADAC fordert etwa, dass die Systeme mindestens so sicher sein müssen wie ein Durchschnittsfahrer. Außerdem gibt es Unterschiede zwischen Stadt und Land. Ein Modellprojekt, das gerade in Osnabrück getestet wird, musste in Mecklenburg-Vorpommern vorerst gestoppt werden, weil die Technik auf dem Land nicht funktioniert. Der von den Stadtwerken Osnabrück im Testbetrieb fahrende autonome Bus ist auf öffentlichen Straßen mit Fahrgästen unterwegs. Im Fahrzeug ist eine Sensorik verbaut, die Gebäude an den Straßenrändern zum Abtasten braucht. Mecklenburg-Vorpommern begründete den Abbruch damit, dass die Technik damit nur innerorts verwendbar sei.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 08.01.2020 | 08:00 Uhr

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