Stand: 12.10.2019 17:17 Uhr

Fehlalarm: Doch keine Bombe in Göttingen

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Sprengmeister Thorsten Lüdeke gab Entwarnung: Bei dem vermeintlichen Bombenfund handelte es sich um Fässer, Schlackereste und Tonziegel.

Fehlalarm in Göttingen: Der vermeintliche Blindgänger hat sich als harmlos herausgestellt. Es handelt sich bei dem Fund demnach um Reste von Blechfässern, Schlacke und Tonziegel.Die Stadtverwaltung gab am frühen Nachmittag Entwarnung. Rund 14.000 Menschen durften damit zurück in ihre Wohnungen. Zuvor hatte ein Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen den Fund in Augenschein genommen. Zunächst hatte es geheißen, dass in der Erde liegende Objekt sei eine Bombe und man müsse zunächst den Zünder untersuchen. Dann die beruhigende Gewissheit: keine Bombe am Schützenanger.

Sprengmeister Thorsten Lüdeke und ein Polizist betrachten die zunächst für einen Blindgänger gehaltenen Überreste rostiger Fässer in Göttingen.

Entwarnung: Doch kein Blindgänger in Göttingen

Hallo Niedersachsen -

Das verdächtige Objekt am Schützenanger in Göttingen ist doch keine Weltkriegsbombe. Rund 14.000 Menschen hatten im Vorfeld der geplanten Entschärfung ihre Häuser verlassen müssen.

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Friedenaktivisten sorgen für Störung der Evakuierung

Seit den Morgenstunden war das Gebiet in einem Umkreis von einem Kilometer evakuiert worden. Am Rande der Evakuierung war es zwischenzeitlich zu Störungen gekommen. Im Evakuierungsgebiet waren offenbar Aktivisten zwischenzeitlich auf Bäume geklettert, um mit Transparenten unter dem Motto "Bomben entschärfen überall" gegen den Krieg in Nordsyrien zu demonstrieren. Nachdem das Gebiet schließlich geräumt war, legte ein Sprengmeister den vermeintlichen Bombenfund frei. Das Objekt hatte sich zuletzt noch etwa 80 Zentimeter tief in der Erde befunden.

Vermeintlicher Blindgänger bei Bauarbeiten entdeckt.

Neben den Einwohnern waren außerdem rund 1.400 Betriebe von der Evakuierung betroffen. Die Einsatzkräfte waren seit dem Morgen von Tür zu Tür gegangen, um die Anwohner in Sicherheit zu bringen. Während des Einsatzes hielten in Göttingen keine Züge. Sie wurden seit 11 Uhr umgeleitet oder durch Busse ersetzt. Um kurz nach 8 Uhr hatte die Feuerwehr gemeldet, dass die Evakuierung des Bahnhofs abgeschlossen sei. Die Stadtverwaltung hatte mitgeteilt, dass über dem Sperrbereich zudem seit dem Morgen ein Flugverbot galt. Der Busverkehr in der Stadt war zwischenzeitlich eingeschränkt - aus der Sperrzone fuhren aber Sonderbusse, um die Bewohner aus dem Gebiet zu bringen.

Unglück bei Bombenentschärfung 2010

Ganz in der Nähe des jetzigen Fundorts war 2010 ein Blindgänger entdeckt worden. Bei der Entschärfung kam es zu einem Unfall: Drei Menschen starben, zwei weitere wurden schwer verletzt. Die Toten waren Angehörige des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

Kein Blindgänger: Göttingen kann aufatmen

Archiv

Drei Tote bei Bombenentschärfung in Göttingen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 11.10.2019 | 06:30 Uhr

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