Stand: 17.07.2020 07:28 Uhr

Ex-VW-Manager wird nach Deutschland überstellt

Der frühere VW-Manager Oliver Schmidt steht vor Gericht. © NDR
Der ehemalige VW-Manager Oliver Schmidt darf den Rest seiner Haftstrafe in Deutschland absitzen.

Der ehemalige VW-Manager Oliver Schmidt darf nach Deutschland überstellt werden, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Ein US-Gericht in Detroit hat die Entscheidung am späten Donnerstagabend mitteleuropäischer Zeit getroffen. Der 51 Jahre alte Schmidt sitzt seit 2017 in den USA im Gefängnis und sollte erst im Dezember 2022 entlassen werden. Er kann den Rest der Strafe in Deutschland absitzen. Ein Bundesgericht hatte den aus Stadthagen (Landkreis Schaumburg) stammende Schmidt im Diesel-Skandal wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze schuldig gesprochen. Das Urteil: sieben Jahre Haft und 400.000 Dollar Geldstrafe.

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Schmidt war von Februar 2012 bis März 2015 Chef der VW-Umweltabteilung in den USA und hatte offenbar seine Hand über die Manipulation von Dieselmotoren gehalten. Nach seiner Rückkehr nach Wolfsburg flog der Betrug auf. US-Fahnder nahmen den Manager bei einem Urlaub auf dem Flughafen von Miami fest. Schmidt bekannte sich im Laufe des Prozesses schuldig, belastete aber auch seinen ehemaligen Arbeitgeber schwer. Zwei Wochen nach seiner Verurteilung erhielt Schmidt die Kündigung von VW.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.07.2020 | 06:00 Uhr

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