Stand: 06.12.2018 21:31 Uhr

Deponie Morgenstern: Bohrungen angelaufen

Bringt eine tiefe Bohrung die Wahrheit ans Licht? An der Deponie Morgenstern bei Liebenburg (Landkreis Goslar) sind am Donnerstag entsprechende Arbeiten im Auftrag des Landkreises angelaufen. Das Richtbohrgerät soll sich bis in 200 Meter Tiefe vorarbeiten. Dort sollen Proben entnommen werden und auf mögliche Giftstoffe untersucht werden.

Proben sollen im Januar genommen werden

Hintergrund ist der Umgang mit Altlasten in dem alten Tagebau, in dem bis in die 1960er-Jahre hochgiftige Chemieabfälle entsorgt wurden. Welche und wie viele Giftstoffe über das Gelände verteilt wurden, ist bis heute unbekannt. Anhand der Proben aus der Bohrstelle soll geklärt werden, ob sich Giftstoffe im Boden oder über das Grundwasser ausgebreitet haben. Die Proben sollen voraussichtlich im Januar 2019 genommen werden. Wie lange es dann dauert, bis Ergebnisse vorliegen, ist nicht bekannt. Die Kosten für eine Sanierung der Deponie wurden bislang auf etwa 20 Millionen Euro geschätzt.

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 06.12.2018 | 18:00 Uhr

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