Stand: 17.08.2020 18:42 Uhr

DWD bestätigt: Kleiner Tornado bei Stadtoldendorf

Ein Tornado ist im Himmel über Feldern zu sehen. © meine-onlinezeitung.de
Mehrere Augenzeugen hielten das Wetterphänomen im Bild fest.

Gewitter, Starkregen, vollgelaufene Keller - und nun offenbar auch ein kleiner Tornado: Aufgrund der Wetterlage hat sich am Montagnachmittag in der Nähe von Stadtoldendorf (Landkreis Holzminden) ein kleiner Tornado entwickelt. Nach einer Video-Analyse geht ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) davon aus, dass das Wetterphänomen Bodenkontakt hatte.

Bislang keine Schäden

Der Tornado verlief offenbar glimpflich. Der Polizei waren zunächst keine Schäden bekannt. Laut dem DWD-Meteorologen handelte es sich um einen "schwachen" Tornado. Dieser ziehe in der Regel nur entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste nach sich.

So entstehen Tornados

  • Einer Definition des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge ist ein Tornado eine Luftsäule mit Bodenkontakt, die um eine mehr oder weniger senkrecht orientierte Achse rotiert und sich unter einer Wolke befindet. Dabei ist ein Tornado nichts anderes als eine Wind- oder Wasserhose.
  • Tornados können immer dann entstehen, wenn starke Temperaturgegensätze herrschen und Luft aufsteigt beziehungsweise gehoben wird - etwa, wenn sich Gewitterwolken über einer Schicht aufgeheizter Luft bilden.
  • Sie treten meist im Umfeld von Gewittern mit kräftigen Schauern auf oder im Bereich von sogenannten Superzellen - langlebigen Gewittern mit rotierendem Aufwind. Dementsprechend tritt das Phänomen in hiesigen Gefilden auch eher im Sommer als im Winter auf.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 17.08.2020 | 17:00 Uhr

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