Stand: 15.05.2020 18:45 Uhr

Corona: Forscher analysieren Einkaufsverhalten

Ein Frau mit Schutzmaske im Supermarkt. © picture alliance Foto: Kirsten Nijhof
Wie hat sich die Corona-Pandemie auf das Einkaufsverhalten ausgewirkt? (Themenbild)

Seit Beginn der Corona-Pandemie kaufen die Menschen seltener ein, kochen aber häufiger als vorher. Zudem werden mehr regionale sowie haltbare Produkte gekauft. Das sind einige Ergebnisse einer Studie zum aktuellen Ernährungsverhalten, die die Universität Göttingen vorgelegt hat.

Hamsterkäufe werden abgelehnt

Demnach lehnen die meisten der 947 Befragten Hamsterkäufe ab - und geben an, selbst nur einen kleinen Teil haltbarer Lebensmittel auf Vorrat gekauft zu haben, so die Göttinger Agrarökonomin Gesa Busch. Das stehe im Gegensatz zu offiziellen Markdaten: Diese zeigten nämlich, dass gerade zu Beginn der Pandemie viele Lebensmittel, wie Mehl und Hefe, auf Vorrat gekauft wurden. Busch schlussfolgert daher: Es seien die anderen, die hamstern, aber nicht man selbst.

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Art des Essens ändert sich nicht

Was die Menschen essen, habe sich durch die Pandemie nicht verändert. Allerdings kochten nun mehr Personen als vor der Pandemie täglich ein warmes Gericht. Dies treffe verstärkt auf Personen zu, die aufgrund von Homeoffice oder Quarantäne mehr Zeit zu Hause verbringen.

Sorge vor steigenden Preisen

Bei der Mitte April begonnenen und auf drei Erhebungswellen angelegten, bundesweiten Konsumentenbefragung stellten die Wissenschaftler auch fest, dass die Sorge vor steigenden Preisen größer gewesen sei als die Sorge vor Lebensmittelknappheit. Viele hätten bereits Mitte April steigende Lebensmittelpreise befürchtet, sagte Busch.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 15.05.2020 | 15:30 Uhr

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