Kleine Fläschchen mit dem Medikament COR-101 stehen auf einem Tisch. © Prof. Dr. Holger Ziehr Foto: Prof. Dr. Holger Ziehr

Corat Therapeutics: Zu wenige Probanden für Corona-Medikament

Stand: 15.10.2021 13:09 Uhr

Die Braunschweiger Firma Corat Therapeutics hat ein Corona-Medikament entwickelt. Um es in klinischen Studien zu testen, fehlen in Deutschland aber Probanden. Die Zulassung wurde bereits verschoben.

Für die zweite Phase der klinischen Medikamenten-Studie benötigt Corat Therapeutics 400 Probandinnen und Probanden. Doch an den Studienstandorten in Braunschweig, Leipzig und Tübingen gibt es zu wenige Patientinnen und Patienten, die schwer an Covid-19 erkrankt sind. Für sie soll das neue Arzneimittel mit dem Namen COR-101 maßgeschneidert sein. Das Biotechnologieunternehmen musste deshalb bereits die für den Jahreswechsel angepeilte Zulassung des Medikaments auf 2022 verschieben.

Studie jetzt mit Teilnehmenden aus dem Ausland geplant

Weil die 100 Millionen Euro teure Entwicklung von COR-101 zumindest finanziell in trockenen Tüchern scheint, planen die Braunschweiger jetzt um: Sie wollen Studienteilnehmende verstärkt in Ländern mit geringerer Impfquote und dadurch einer größeren Anzahl schwer erkrankter Covid-19-Patienten rekrutieren - etwa in der Ukraine, in Russland und in Vietnam.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 15.10.2021 | 13:30 Uhr

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